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Nordfriesland Tageblatt

20. Oktober 2017 | 20:19 Uhr

Alte Ansicht vom Küsterhaus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Witwe des Künstlers August Martin Hoffmann stellte den Druck aus dem Jahr 1954 zur Verfügung

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2013 | 00:32 Uhr

Der Künstler August Martin Hoffmann schuf sozusagen im Vorbeigehen einen Linolschnitt von Niebülls Kirche, Kirchentor und Küsterhaus. Jetzt ist ein Druck aus dem Jahr 1954 wieder aufgetaucht, entdeckt von Uwe Sönnichsen, dem Niebüller „Kämpfer für die Deichbefestigung“.

Der Bildhauer August Martin Hoffmann schuf unter anderem „die Sitzende“ vor der Schweriner Schelfkirche, aber auch die Bronzeskulpur „Der Junge mit der Taube am Südufer des Schweriner Pfaffenteichs“. Bei einem Besuch in Nordfriesland – er studierte damals an der Kunsthochschule Düsseldorf – kam er durch das Kirchentor. August Martin Hoffmann war von dem Ensemble samt Küsterhaus so angetan, dass er es gleich skizzieren musste. Weitere Skizzen entstanden vom Rathausplatz, der Apotheke Jacobi und dem Blaas-Geschäftshaus. Uwe Sönnichsen erinnerte sich daran, korrespondierte mit der Witwe des verstorbenen Künstlers. Helga Hoffmann stellte den Druck Uwe Sönnichsen gern zu Verfügung.

„Für mich ist es heute noch ein Stück Niebüll, also ein Stück Heimat“, sagt Helga Hoffmann. Sie würde es ausgesprochen schade finden, wenn dieses Kleinod verschwände. Derzeit ist der Verfall des Haues deutlich sichtbar. Zwar wurden im hinteren Bereich im Sommer Fenster erneuert und eine Platte eingeschoben. Doch vorn am Haus kann es nun fast ungehindert reinregnen. Da das Haus in Privatbesitz ist, hat die Stadt keine Handhabe. Das Denkmalschutzamt in Husum ist weiterhin im Gespräch mit dem Besitzer, setzt auf eine längerfristige Lösung. Offen ist nach dem Abriss die weitere Nutzung des Geländes. Laut Bebauungsplan darf hier nur wieder ein kleiner Baukörper entstehen. Die Stadt hat derzeit kein Interesse, das Haus zu erwerben; die Landeskirche auch nicht.


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