Altbekannte Volkslieder im Stadumer Kirchenhaus

Konzert mit der Chorgemeinschaft.
Foto:
Konzert mit der Chorgemeinschaft.

von
16. Juni 2014, 10:15 Uhr

Zu einer musikalischen Reise rund um die Welt hatte die evangelische Kirchengemeinde Leck ins Stadumer Kirchenhaus eingeladen. Die Chorgemeinschaft Gosharde (gemeint ist das Gebiet zwischen Husum, Bredstedt und Langenhorn) hatte sich 2009 in der Absicht gegründet, für Erhalt und Pflege traditioneller Volks- und Heimatlieder etwas zu tun. In der Gründerzeit hatte der damalige musikalische Leiter der Chorgemeinschaft, Charly Schmidt aus Husum, mit dem Chor einen Mix aus alten Volksliedern und Stücken aus Musicals und Operetten sowie Gospels und Spirituals einstudiert. Das Programm hatte damals Sänger und Publikum gleichermaßen angesprochen. Der derzeitige Chorleiter, Kantor Thomas Hansen aus Leck, hat dieses Grundkonzept beibehalten. Er dirigierte in Stadum den Chor und führte durch das Programm. Musikalisch begleitete er auf dem Keyboard, einfühlsam unterstützt von Gabi Meyer auf dem Akkordeon.

Zum Auftakt sang der gemischte Chor „Kein schöner Land“, gefolgt von weiteren alten und bekannten Volksliedern und dem geistlichen Lied „Vater unser“. Die Überleitung zu dem anspruchsvollen „Teure Heimat“ aus Nabucco von Verdi gelang durch ein gefälliges Arrangement gut. Überhaupt hat Arrangeur und Chorleiter Thomas Hansen es vermeiden können, die stimmliche Substanz der Sänger durch geschickten Einsatz bei den Stücken von Andrew Lloyd Webber, „Weine nicht um mich Argentina“ aus Evita und „Mondlicht“ aus Cats, wie auch bei den Erinnerungen an Alexandra und Hildegard Knef, zu überfordern. Das gelang auch bei Nenas „99 Luftballons“ und Reinhard Meys „Über den Wolken“. Den leider viel zu wenigen Zuhörern hat das einstündige Konzert jedenfalls gut gefallen. Sie ließen die Chorgemeinschaft erst nach einigen Zugaben ziehen.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen