zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 05:13 Uhr

Aldi in Leck wechselt den Standort

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Verantwortlichen der Discounterkette wollen gemeinsame Sache mit Famila machen / Modernisierungen und überdachte Parkplätze geplant

von
erstellt am 12.Nov.2014 | 11:27 Uhr

Es wird sich etwas ändern in Lecks Einkaufswelt im Industriegebiet – zumindest, wenn es nach den Verantwortlichen zweier Verbrauchermärkte geht. Das machten Hauke Witt von der Bartels-Langness Handelsgesellschaft, zu der Famila gehört, und Thorsten Jahnke von der Aldi-Immobilienverwaltung in der Sitzung des Infrastruktur- und Umweltausschusses der Gemeinde Leck am Dienstagabend deutlich.

Gewünscht wird eine Modernisierung beider Märkte, wobei der Aldi-Markt die größte Veränderung erfahren und seinen Standort wechseln soll. Im Zuge eines umfangreichen Modernisierungsprogramms der Discounter-Kette seien bereits die Märkte in Niebüll, Risum-Lindholm und Süderlügum erweitert worden, führte Aldi-Sprecher Jahnke aus. „Wenn wir sagen, das ist nicht der ideale Standort, dann bleiben wir nicht dort“, verdeutlichte Jahnke. Dies sei in Leck in der Rudolf-Diesel-Straße der Fall: „Wir fühlen uns in der zweiten Reihe.“

Geplant ist deshalb, den Discounter-Markt zu verlegen, und zwar direkt neben den Famila-Markt. „Wir haben das Grundstück erworben und bauen dort ein neues Gebäude, das wir an Aldi vermieten wollen“, erläuterte Bartels-Langness-Sprecher Witt. Für den Lecker Aldi-Markt bedeute das nicht nur einen Standort-Wechsel, sondern auch eine Erweiterung der Verkaufsfläche von bisher gut 800 auf künftig 1200 Quadratmeter.

Auch bei Famila werde umgebaut und modernisiert, die Verkaufsfläche aber nicht erweitert. Mit dem Anbau seien aber durchaus Veränderungen verbunden, etwa neue Fassaden, der Getränkemarkt könne in die neue Verbrauchermarkt-Kooperation integriert werden. Angedacht sind bis zu 260 Parkplätze mit einer großzügigen Breite von jeweils 2,80 Meter, die von Einkaufswilligen beider Märkte genutzt werden soll. Die könnten dann wahrscheinlich sogar trockenen Fußes in die Läden gelangen, denn im Gespräch ist laut Witt auch eine Überdachung der Parkfläche.

„Wir wollen den Standort Leck zukunftsfähig aufstellen und hoffen auf eine wohlwollende Begleitung“, wandte sich Witt an das Gremium. An anderen Standorten habe man mit der Zusammenarbeit der beiden Verbrauchermärkte gute Erfahrungen gemacht. Der Mietvertrag von Aldi für das aktuelle Gebäude, das einer Flensburger Investorengruppe gehört, läuft laut Thorsten Jahnke 2017 aus. Unter Einberechnung der Bauleitplanung, der die Gemeinde Leck zustimmen muss, kann frühstens mit einer Neueröffnung Ende 2016 gerechnet werden.

Ähnliche Pläne seien schon einmal an die Gemeinde herangetragen und darüber positiv beschieden worden, sagte der Ausschussvorsitzende Roland Marder. Gehakt habe es damals allerdings an dem selbstauferlegten fünfjährigen Moratorium der Gemeinde Leck, dass großflächige Einzelhandelsmärkte sich nur in Zentrumsnähe ansiedeln dürften, erinnerte Südtonderns Bauamtsleiter Udo Schmäschke auf der Sitzung. Dieses Konzept sei aber inzwischen zu den Akten gelegt worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen