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Weihnachtsmarkt Niebüll : Advents-Zauber kann beginnen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Niebüller Weihnachtsmarkt öffnet am 1. Dezember und erstmals gibt es eine Disco.

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2017 | 04:59 Uhr

Niebüll | „Er ist ein Ruhepol in der für viele manchmal leider doch so hektischen Adventszeit.“ So beschreibt Stadtmanager Holger Heinke das besondere und beschauliche Flair des Niebüller Weihnachtsmarktes. Traditionell am Freitag vor dem ersten Advent, also am 1. Dezember, öffnet die bunte Budenstadt auf dem Platz vor dem Rathaus, die dann bis einschließlich 23. Dezember täglich von 15 bis 20 Uhr zum gemütlichen Klönschnack bei heißem Punsch oder Kakao, Grillgut sowie den Klängen des Kinderkarussells und zahlreicher Aufführungen auf der Bühne des Handels- und Gewerbevereins (HGV) einlädt. Dieser richtet den Markt zusammen mit dem Stadtmarketing und in Kooperation mit dem Tourismusverein Niebüll aus. „Wir geben dieses Mal schon vorher bekannt, wofür der Erlös der Weihnachtsverlosung bestimmt ist“, sagt Gerhard Neumann vom Tourismusverein. Nämlich für die Jugendarbeit des 1. Harmonika Clubs in Niebüll.

„Das kulturelle Angebot und die Aktionen ballen sich an den Wochenenden, da dann die meisten Besucher kommen“, sagt Holger Heinke. So wird am Sonnabend vor dem ersten Advent, dem 2. Dezember, um 17 Uhr mit dem Weihnachtsmann – eskortiert von sechs Engeln und dem Fanfarenzug – zumindest für die Kinder der prominenteste Besucher erwartet, der den Markt unter dem Motto „Willkommen in Weihnachten“ dann auch feierlich eröffnen wird. Am Sonntag, 3. Dezember, wird unter anderem eine Feuershow und Stockbrotbacken mit den Pfadfindern angeboten. Am 5. und 12. Dezember wird erstmals jeweils um 17.30 Uhr ein Puppentheater den Markt bereichern – und zwar mit dem Stück „Kasper und der Weihnachtsmann“.

Zu den Höhepunkten zählt der Besuch der Lichterkönigin Lucia, die am Sonnabend, 16. Dezember, um 17 Uhr Einzug halten wird, in Szene gesetzt von der Dänischen Schule. Musikalische Weihnachtsstimmung werden unter anderem der Gospelchor der evangelischen Kirche am 8. Dezember, der Bläserchor Bezirk Südtondern am 22. Dezember sowie die Jagdhornbläser Südtondern am 23. Dezember verbreiten. Letztgenannte werden auch den Abschlussabend einläuten, an dem der Markt bis weit in den Abend geöffnet sein und von 19 bis 22 Uhr auch eine Weihnachtsdisco mit Dirk Bork bieten wird.

„Für den letzten Abend werden wir den Markt extra auch räumlich erweitern, weil wir mit einem Ansturm rechnen“, sagt Renate Hartwig vom HGV. Ein besonders schönes Angebot für Kinder ist das Marmeladekochen am 6., 13. und 20. Dezember jeweils um 15, 16 und 17 Uhr im Kaufhaus Knudtsen, für das eine Anmeldung erforderlich ist. Die selbst hergestellten Marmeladen können die Kinder dann gleich ihren Eltern zu Weihnachten schenken. Bei Knudtsen können am 6. Dezember auch die zuvor abgegebenen Nikolausstiefel abgeholt werden, ab 14 Uhr werden dort die Lammkönigin und weitere Produktmajestäten der Westküste vor Ort sein.

An allen vier Adventssonnabenden jeweils um 18.15 Uhr finden die Ziehungen der HGV-Weihnachtsverlosung auf der Bühne statt. Die Mitgliedsbetriebe haben Preise im Wert von rund 7000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein Los kann gegen eine Spende von 50 Cent erworben werden und bleibt bis zum letzten Tag gültig. Boxen für die ausgefüllten Lose, die ab 23. November zu bekommen sind, stehen auch bei Edeka Ove Lück, bauXpert Christiansen, Euronics und im Schlemmerkontor Martensen. Der Erlös der Verlosung geht mit dem Harmonika Club in diesem Jahr in den kulturellen Jugendbereich. „Wir können jede Unterstützung dringend gebrauchen“, sagt Martin Gehrke. Gegen den Sport sehe die Musik in Sachen Förderung ziemlich klein aus, zudem gebe es deutlich weniger Musikunterricht an den Schulen. Daher habe der seit schon 68 Jahren bestehende Harmonika-Club große Nachwuchssorgen, könne aber immer noch drei Orchester mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit erhalten.

Nicht nur der Rathausplatz, die gesamte Innenstadt wird sich weihnachtlich präsentieren. Schon bald wird mit dem Aufbau der Weihnachtsbeleuchtung sowie dem Aufstellen und Schmücken von 126 Tannenbäumen begonnen. Fängt die Weihnachtszeit mit dem 24. Dezember dann eigentlich erst richtig an, wird der gemütliche Weihnachtsmarkt bereits abgebaut sein. Das Bedauern darüber können die Organisatoren gut verstehen. Doch: „Bis Silvester müssen wir in jedem Fall komplett abgebaut haben, und die Beschicker sind am 23. Dezember nach einigen Sieben-Tage-Wochen auch platt“, sagt Holger Heinke. So muss die in diesem Jahr durch den späten ersten Advent besonders kurze Weihnachtsmarktzeit eben besonders intensiv genossen werden.




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