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Abschied : Achtruper Welpen verlassen die Kinderstube

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Sie sind acht Wochen alt und bereit für einen neuen Lebensabschnitt. Auf alle 16 Welpen der Retriever-Hündin Jara warten neue Besitzer

Die Mahlzeit hat geschmeckt, und frisch gestärkt machen sich 16 kleine Hunde auf Entdeckungstour. Putzmunter sind die kleinen Gesellen aus dem Riesenwurf von Jara. Wie berichtet, hat die Retriever-Hündin in Achtrup Ende Juni 16 Welpen zur Welt gebracht. Jetzt sind sie acht Wochen alt und bereit für einen neuen Lebensabschnitt. Alle haben Besitzer gefunden. Die Ersten werden an diesem Wochenende die Kinderstube verlassen.

Es wird der Besitzerin von Jara und Carlos, dem Vater der Welpen, nicht leicht fallen. Tina Lorenzen-Geipel, die mit dem mittlerweile sehr quirligen Hundekindern alle Hände voll zu tun hat, sieht der Trennung mit gemischten Gefühlen entgegen. „Ich bin wirklich traurig, wenn sie alle gehen.“ Trösten kann sie sich aber damit, „dass sie alle ein gutes Zuhause haben werden“. Die jeweiligen Zuhause für Vossi, Mailo I und II, Phil, Ally, Kira, Loki, Maja, Emma, Sam, Melle, Paul, Mogli, Lilly und Leo liegen zu einem Großteil in Südtondern. Einer geht nach Nordstrand, und einer der Achtruper Welpen zieht nach Bad Bramstedt. Gut getroffen hat es auch Tassilo. Er bleibt nämlich zu Hause in Achtrup und ist in der dreiköpfigen Hunderiege, zu der auch die zehnjährige Malinois-Hündin Penny zählt, der vierte im Bunde.

Mit Tassilo verbindet die Züchterin eine besondere Beziehung. Als die Welpen in der Nacht zum 29. Juni einer nach dem anderen zur Welt kamen, hätten zwei beinahe nicht überlebt. Tina Lorenzen-Geipel mussten die beiden letzten aus der Fruchthülle befreien. Nummer 15, der leblos da lag, wurde gar mittels Mund-zu-Mund-Beatmung gerettet. Nummer 15 heißt jetzt Tassilo.

Er hat sich, wie seine Geschwister auch, prächtig entwickelt. Sie sind ein bisschen klein für ihr Alter. Aber das sei schließlich kein Wunder bei einem so großen Wurf, wie die Tierärztin der besorgten Züchterin beruhigend versicherte. Die Entwicklung der Hundekinder verlief ganz normal. Auch zufüttern musste Tina Lorenzen-Geipel entgegen der tierärztlichen Prophezeiung erst, wie sonst auch üblich, nach drei Wochen. „Wie bei einem ganz normalen Wurf. Das war schon toll.“

Der Appetit ist gewaltig: Pro Woche vertilgen die kleinen Retriever einen 15-Kilo-Sack Welpenfutter. Verteilt wird die Ration auf drei Mahlzeiten pro Tag, die in Rekordtempo verputzt werden. Auch die Verdauung lässt nicht zu wünschen übrig sowohl in der mit Sägespänen und viel Spielzeug ausgestatteten Behausung als auch beim Freigang im Hof und Garten.

Beim Freigang geht es rund. Ruckzuck verteilen sich die Kleinen und erkunden neugierig und ohne Scheu ihr Umfeld. Die neuen Besitzer dürfen sich auf Menschen bezogene und nervenstarke Hundekinder freuen, die fröhlich durch den Stofftunnel düsen, miteinander rangeln, sich eifrig bemühen, den Kehrbesen auseinander zu nehmen, ihre Kräfte am vollgepackten Rucksack erproben und überhaupt alles gebrauchen können.

Nach diesen Anstrengungen ist dann wieder eine Mütze voll Schlaf angesagt. Dann streben die Kleinen nach und nach zurück in ihre Behausung und machen es sich gemütlich. Dicht einander gekuschelt und zum Teil übereinander liegend bilden sie einen dichten Pulk – wie in den ersten Lebenstagen in der Wurfkiste.

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erstellt am 23.Aug.2013 | 18:24 Uhr

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