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Gemeindevertretung : Achtrup uneins über TSV-Anbau

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindevertreter unseins über Pläne für Erweiterung des Gebäudes . Kindergarten soll demnächst vergrößert werden.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2017 | 13:31 Uhr

Achtrup | In einem Punkt herrschte Einigkeit unter den Gemeindevertretern am Mittwochabend in den Achtruper Stuben: Die Erweiterung des Kindergartens habe absolute Priorität. Berit Hagen vom Schul-,Kultur- und Schulausschuss berichtete, dass die Vorschulkinder von 8 bis 12 Uhr vorübergehend im Kirchengebäude untergebracht sind. „Das Kitawerk hat diese Ausnahme genehmigt unter der Voraussetzung, dass der Kindergarten erweitert wird, was ja auch der Fall ist“, berichtete Berit Hagen.

Uneinigkeit herrschte hingegen bei dem Thema Bau eine Bauhofes sowie eines Anbaus an das Funktionsgebäudes des TSV Achtrup. „Ich bin weiterhin der Meinung, dass das in Angriff genommen werden muss, sowas braucht Zeit und man kann doch zumindest schon mal einen Bauantrag stellen“, plädierte Bürgermeister Uwe Matthiesen. Weiter erklärte er, dass ein Bauhof keinesfalls ein Luxus darstelle, sondern es wenig zukunftsweisend sei, wenn die Gemeinde keinen habe. Gegenwind kam von Matthias Carstensen: „Dieses Thema wurde sehr kontrovers im Finanzausschuss diskutiert und es kam teilweise sogar zum Streit“, erklärte Carstensen der Öffentlichkeit, die an diesem Abend zahlreich erschienen war. Er sehe die Bauvorhaben sehr skeptisch. „Es gibt diverse Projekte, die realisiert werden müssen: Straßen, Fernwärme, der Schulhof muss saniert werden und die Feuerwehr braucht auch irgendwann ein neues Auto“, so Carstensen. Er verstehe nicht, warum diese Bauvorhaben nicht noch warten können. Außerdem fehlte es an Geld, gibt er zu bedenken.

Inge Wagner warf ein, dass eine Gemeinde auch mal ein bisschen Mut und Risikobereitschaft an den Tag legen sollte und sprach sich dafür aus zumindest mit den Planungen zu beginnen. „Man kann doch schon mal mit den Planungen anfangen, bevor noch mehr Zeit ins Land geht“, so Wagner. Die Diskussion wurde auf die kommende Finanzausschusssitzung verlegt. Dort soll Kämmerer Carsten Thiesen erläutern, ob ein Anbau an das Funktionsgebäude des TSV und ein Bauhof zumindest als Rohbau mit den bereitgestellten Mitteln finanziell möglich ist.

In einem weiteren Punkt ging es um den Sachstandbericht der Abarbeitung der aufgenommenen und protokollierten Mängel an Straßen, Banketten, Bürgersteigen und Flächen, die während der ersten Ausbaustufe des Fernwärmenetzes enstanden sind. Jan Petersen ging als Vertreter der Wärmegenossenschaft, die für die Behebung der Mängel aufkommt, die Mängelliste durch und teilte mit, was erledigt ist und was noch gemacht werden muss. Er räumte ein, dass die Bauüberwachung nicht funktioniert hat.

„Es liegt auch im Interesse der Wärmegenossenschaft, dass alle Mängel zur vollsten Zufriedenheit behoben werden“, so Petersen. Man einigte sich darauf, dass die Trassen zeitnah nochmals in Augenschein genommen werden, um festzustellen, was noch zu erledigen ist.

Damit es bei zukünftigen Ausbaumaßnahmen der Wärmegenossenschaft besser läuft, wurde ein mit der Wärmegenossenschaft abgestimmter Beschlussvorschlag zur Ergänzung des Konzessionsvertrages vorgelegt, die unter anderem eine bessere Dokumentation und Überwachung der Bauvorhaben von allen Beteiligten vorsieht.

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