Achtrup muss weiter investieren

Der Radweg von Achtrup nach Ladelund ist in einem schlechten Zustand.
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Der Radweg von Achtrup nach Ladelund ist in einem schlechten Zustand.

Der Wege- und Umweltausschuss hat bereits drei viertel seines Etats verbraucht / Vorsitzender verweist auf angefallene, unvorhersehbare Kosten

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20. Juli 2015, 13:53 Uhr

Im Rahmen der Berichte der Ausschussvorsitzenden während der jüngsten Gemeindevertretersitzung teilte Inge Wagner für den Finanzausschuss mit, die Ausgaben der Gemeinde bewegten sich im Großen und Ganzen den Haushaltsansätzen entsprechend. Nur der Wege- und Umweltausschuss habe bereits drei viertel seines Etats verbraucht. Norbert Nielsen ging als Vorsitzender des Wege- und Umweltausschusses auf die angesprochenen hohen Ausgaben ein. Im Bereich Payerstoft seien durch Probleme bei der Entwässerung unvorhersehbare Kosten angefallen. Auch stehe noch die Rechnung für das Abhobeln der Banketten aus.

Als Sprecherin des Schul-, Kultur- und Sportausschusses bedauerte Berit Hagen, dass die gewünschte Einbahnstraßenregelung für die Schulstraße durch die Signalschau abgelehnt worden sei. Dadurch, dass nur vier Kinder der Klassenstufe G 4 abgegeben, aber wesentlich mehr Erstklässler eingeschult werden, wachse die Gesamtkinderzahl der GS Achtrup deutlich an.

Für den Bau- und Wegeausschuss teilte Holger Siem mit, mehrere von Prüfern beanstandete Spielgeräte würden in Kürze entfernt und durch neue ersetzt. Zum Beispiel je eine Wippe, Rutsche und Schaukel am Kindergarten, weitere Geräte auf dem Dorfplatz hinter der Martin-Luther-Kirche. Dank sagte er den ehrenamtlichen Helfern, die den Sanitärbereich des Feuerwehrgerätehauses in Lütjenhorn vorbildlich saniert hatten.

Die seit dem 1. Mai dieses Jahres amtierende Gemeindekümmerin, Iris Jensen, gab ihren ersten Erfahrungsbericht. Ihre Arbeit sei sehr positiv angelaufen, berichtete Jensen. Ihre Hauptaufgabe habe bislang darin bestanden, Achtruper Einwohner bei der Erledigung von Formalitäten zu unterstützen. So begleitete sie der Hilfe bedürfenden Personen zum Beispiel bei Arztbesuchen oder tätigte Behördengänge für sie. 19 Achtruper hätte bisher ihre Hilfe in Anspruch genommen. „Ich bin überzeugt, dass deren Anzahl noch erheblich wachsen wird.“ Iris Jensen ist ansprechbar für Mitmenschen in allen erdenklichen Notsituationen. „Trauen Sie sich, mich anzurufen, wenn Sie irgendwelche Probleme haben“, ermutigte sie ihre 30-köpfige Zuhörerschaft.

Mit einem weiteren Sachstandsbericht wartete Jan Petersen als Vorsitzender der „Wärmegenossenschaft Achtrup“ auf, der über den Werdegang der Genossenschaft und den Verlauf der Arbeiten des ersten Bauabschnitts referierte. Zur Zeit seien 103 Genossen an das vier Kilometer lange Wärmenetz angeschlossen, Tendenz steigend. Durch einen zweiten Bauabschnitt im Bereich der Straße „Westertoft“ werde das Netz voraussichtlich auf 5,8 Kilometer erweitert. Um die Straßen später nicht noch einmal „aufbuddeln“ zu müssen, werde bei der Verlegung der Fernwärmeleitungen zugleich ein Leerrohr für die Breitbandversorgung mitverlegt. Problematisch sei der Zustand des „Kirchenweges“, der nach nicht vollendeten Erdarbeiten des Subunternehmers noch immer gefährliche Mängel aufweise, zumal die Fahrbahn noch immer nicht vollständig repariert worden sei. Ein Gutachter sei eingeschaltet worden.

Bürgermeister Uwe Matthiesen wies auf das kürzlich in Achtrup durchgeführte „Wärmeforum“ mit rund 100 Sachkundigen aus allen Teilen des Landes Schleswig-Holstein hin, welche die Arbeit der Wärmegenossenschaft Achtrup als ein „Projekt auf dem richtigen Wege“ gewertet hatten (wir berichteten).

Folgende teils getätigte, teils geplante Haushaltsüberschreitungen genehmigte die Gemeindevertretung: einen Baukostenzuschuss in Höhe von 3000 Euro für den Anschluss der Altenbegegnungsstätte an das Fermwärmenetz, die Kosten baulicher Maßnahmen zur Modernisierung der Wohnung des einstigen Schulhausmeisters (Summe noch nicht festgelegt), 1140 Euro für die Schaffung eines Raums für die Unterstellung von Kinderwagen für die Kinderkrippe, 600 Euro für die Bereitstellung eines separaten Raumes mit Wickeltisch, Kosten in Höhe von 600 Euro für die Anschaffung von vier Holzbänken für den Friedhof, die Spielplätze „Süderlücke“ und „Dorfplatz“.

Bei der Beratung über die weitere Vorgehensweise bezüglich der angestrebten Bauhofhalle kam zur Sprache, dass es weiterhin fraglich sei, ob die Gemeinde die Halle neben dem Feuerwehrgerätehaus erwerben kann. Denn die erforderliche Zustimmung der Eigentümergemeinschaft für eine reale Flurtrennung liege noch nicht vor. Alternativ erfolgte der Vorschlag, gegenüber dem Sportplatz an der Bahnhofstraße selbst eine Halle zu errichten, was aber voraussichtlich höhere Kosten verursachen und länger dauern werde.

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