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Nordfriesland Tageblatt

24. August 2017 | 09:11 Uhr

Achtrup investiert in Entwicklung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Dorferneuerungskonzept, eigener Bauhof, neue Tablets und Möbel für die Schule: Für diese Projekte nimmt die Gemeinde Geld in die Hand

Zur jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Achtrup fanden sich mehr als 50 Einwohner im Landgasthof Achtruper Stuben ein und wurden somit ihrem Ruf gerecht, am politischen Leben ihrer Kommune besonders regen Anteil zu nehmen. Das hatten sie auch schon auf einem Workshop zur Erstellung eines gemeinsamen Dorfentwicklungskonzepts der Gemeinden Achtrup und Sprakebüll (wir berichteten) bewiesen. Bürgermeister Uwe Matthiesen wertete den Workshop als „vollen Erfolg“ und berichtete über den möglichen Fortgang des Konzepts. Die Kosten für die Erstellung eines Dorferneuerungsplanes könnten sich auf 20  000 Euro belaufen, würden aber zu 75 Prozent bezuschusst. Dem Vorschlag des Finanzausschusses folgend, wurde einstimmig beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die Maßnahme auszuschreiben.

Das Thema Dorfentwicklung und Versorgung vor Ort griffen auch besorgte Bürger in der Einwohnerfragestunde auf: Die Schließung der VR-Bankfiliale Achtrup samt der Entfernung des Geldautomaten im Hinblick auf das Dorfentwicklungskonzept erscheine als kontraproduktiv, wurde bemängelt. Bürgermeister Matthiesen antwortete darauf, die Gemeinde habe auf den Beschluss des Aufsichtsrates der Bank keinerlei Einfluss.

Den Entwurf des Haushaltsplanes 2017 der Gemeinde Achtrup samt der zugehörigen Satzung trug Dirk Pfeiffer als Mitarbeiter des Amtes Südtondern vor. Wie er ausführte, weist der Ergebnisplan mit Gesamterträgen in Höhe von 1  989  000 Euro und Gesamtaufwendungen von 2  056  000 Euro einen Jahresfehlbetrag von 67  900 Euro aus. Im Finanzplan stehen Einzahlungen im Betrag von 1  119  700 Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit und 364  200 Euro aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit in Höhe von 1  892  600 Euro und 430  300 Euro aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit einander gegenüber. Daraus errechnet sich ein Ist-Unterschuss in Höhe von 48  000 Euro. Das kann durch vorhandene Geldbestände ausgeglichen werden, die dadurch auf 590  000 Euro abschmelzen.

Für die Errichtung eines Bauhofes werden 180  000 Euro, für einen Anbau an das Funktionsgebäude auf dem Sportplatz 85  000 Euro und für Anschaffungen im Bereich der Feuerwehr (Digitalfunkgeräte, Wärmebildkamera, Zelt für die Jugendfeuerwehr) 25  600 Euro bereitgestellt. Für den Kauf von Tablets und Mobiliar für die Grundschule sind Ausgaben in Höhe von 35  100 Euro eingeplant. Vorgesehen ist eine Kreditaufnahme von 270  000 Euro.

Die meisten Haushaltsansätze wurden gegenüber denen des Vorjahres nicht oder nur geringfügig verändert. Nennenswerte Abweichungen ergaben sich bei den Bewirtschaftungskosten im Bereich der Feuerwehr (- 4700 Euro), bei den Schulkostenbeiträgen (+ 8000 Euro), bei den Kindertagesstätten (23  700 Euro) und den Kosten für die Unterhaltung des Friedhofes (+ 7300 Euro). Völlig unverändert bleiben die Hebesätze für die Realsteuern.

Wie verlautete, hatte die CDU-Fraktion beschlossen, das bürgerliche Mitglied Norman Nielsen aus dem Wege- und Umweltausschuss abzuberufen. Die Stelle müsse deshalb neu besetzt werden. Als Nachfolger schlug die CDU-Fraktion Jörg Klug vor. Bürgermeister Matthiesen gab zu der Umbesetzung eine Stellungnahme ab, in der er der CDU-Fraktion mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit vorwarf. Nach einer Sitzungsunterbrechung gab es von Seiten der CDU dazu keinen Redebedarf mehr. Der Vorfall wurde jedoch im Protokoll vermerkt. Jörg Klug wurde als neues bürgerliches Mitglied in den Wege- und Umweltausschuss aufgenommen.

In der Einwohnerfragestunde wurde deutlich, dass die Straßenausbausatzung zwar noch vorgeschrieben ist, aber von vielen als ungerecht empfunden wird. Deshalb wird diskutiert, ob man die Straßenausbaubeiträge abschaffen sollte. In Achtrup begnüge man sich damit, Gemeindewege nur zu reparieren, um die Bürger nicht zur Kasse bitten zu müssen. Angemahnt wurde auch, den Graben an der Norderstraße, dessen Pflege viel Arbeit mache, zu verrohren.

Manfred Nickel, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lütjenhorn, ist als stellvertretender Gemeindewehrführer wiedergewählt worden. Das wurde durch die Gemeindevertretung einstimmig bestätigt und der Amtsinhaber vereidigt.

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erstellt am 05.Dez.2016 | 11:01 Uhr

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