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Kulturaustausch : Acht Nationen verabschieden sich

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit einem internationalen Abend in der Nordsee Akademie bedankten sich die 17 jungen Teilnehmer des 33. Sommerkurses

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2014 | 05:00 Uhr

Die Gäste verstanden zunächst nur „Spanisch“, denn die 17 jungen Leute des 33. Sommerkurses begrüßten sie auf Russisch, Polnisch, Arabisch mit marokkanischem Dialekt, Usbekisch, Französisch, Englisch, Georgisch und Isländisch. Aber gerade das verbreitete von Anfang an das gewünschte Flair, von dem sich alle umhüllen ließen beim internationalen Abend in der Nordsee Akademie.

Das Kennenlernen, Verstehen, Respektieren, Erleben und Kontakte knüpfen standen im Vordergrund des internationalen Sommerkurses. Nebenbei absolvierten die jungen Menschen aus acht Nationen ein abwechslungsreiches Programm, beschäftigten sich unter anderem mit Landes- und europäischer Politik. Bevor sie nach drei Wochen morgen die Heimreise antreten, wollten sie sich bedanken bei all den Sponsoren, die ihnen die Teilnahme möglich gemacht haben. Diese kamen beim „Abend der Begegnung“ schnell ins Gespräch mit den offenen, fröhlichen Frauen und Männern und wurden verwöhnt mit Liedern, Tänzen und kulinarischen Genüssen. An aufgebauten Ständen erzählten die Teilnehmer über ihre Heimat und über sich selbst. Krzyszof und Stanislaw aus dem polnischen Starogard wollen Tierarzt beziehungsweise Landwirt werden, sind das erste Mal in Deutschland und hatten das Rezept für Maultaschen mitgebracht. Crèpes reichte Rachel aus Frankreich. Die 18-Jährige lebt in der Stadt Cien, die eine Partnerschaft mit Niebüll hat.

Wer weiß schon, dass Winchester die erste Hauptstadt (827 - 1066) von England und etwa 300 Jahre (1066 - 1362) Französisch die offizielle Sprache in England war? Katie Michele aus Liverpool informierte darüber. Mit Gudrun Inga war erstmals Island in dem Kurs vertreten. Sie liebt es, zu lesen und zu schwimmen und möchte Goldschmiedin werden. Sprachähnlichkeiten mit dem marokkanischen Dialekt, allerdings mit anderer Bedeutung, zeigte Abdelfattah aus Casablanca auf: „Fluss = Flous = Geld, Fuß = Foss = Hand“. Zum Kosten von getrockneten Früchten, dem Konfekt „chalwa“ und getrockneten Brotfladen für die Reise lud Dilorom ein. In ihrer traditionellen, festlichen Kleidung aus Seide plauderte die sympathische Frau aus Usbekistan über Bräuche und Sitten. In Bonn und Dresden hatte sie bereits am Goethe-Institut studiert, doch begeistert lobte sie den Aufenthalt in Leck: „Hier ist es am besten!“

Mit ihren Blumenkränzen auf dem Kopf zogen die vier Russinnen die Blicke auf sich. Die 24-jährige Irina aus Pensa lehrt die Sprachen Deutsch und Englisch, Olga, Regina und Olesja studieren noch. Sie brachten den Gästen ihre Heimat nicht nur mit den Leckereien Prjaniki, Suschki und Blini, sondern auch mit kulturellem Gesang und Tanz näher. Georgien war mit vier Jungen und zwei Mädchen am stärksten vertreten. Alle wohnen in der Hauptstadt Tiflis, studieren Kunst, Mathematik, Architektur, Jura und Ingenieurwesen. Besonders beeindruckte der Gesang von Nino, Vladimer und Beqa. Letzterer sagte: „Wir sind Freunde und erstmals in Deutschland. Es gefällt uns hier sehr.“

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