Abschluss mit schwarzen und roten Zahlen

neujahr7

Gemeindevertretung segnet Bilanz der Kommunalbetriebe ab

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02. November 2013, 00:33 Uhr

Verhältnismäßig schnell hakten die Gemeindevertreter ihre Tagesordnung ab. Sie stimmten dem Jahresabschluss 2012 für die Kommunalbetriebe zu. Dieser weist einen Verlust in Höhe von 23 800 Euro aus. Das Betriebsergebnis errechnet sich wie folgt: Ein Minus haben die Sparten Bauhof (gut 42 000 Euro) und Friedhof (46 500 Euro) erwirtschaftet, der über den Haushalt der Gemeinde ausgeglichen werden soll. Gewinne haben die Abwasserentsorgung (59 000 Euro) und Photovoltaik (5700 Euro) erzielt. Diese Summen werden ins neue Jahr übertragen. Mit ein Grund für die roten Zahlen in der Sparte Friedhof ist die veränderte Bestattungskultur: Immer häufiger wird die Urnen- und Baumbestattung der teureren Sargbestattung vorgezogen. Beim Bauhof führten härtere Winter zu höheren Kosten (Salz, Benzin, Personal). Der Stundenverrechnungssatz für Leistungen des Bauhofes von 37,85 Euro wird beibehalten.

Das Okay gaben die Politiker ebenfalls dem Wirtschaftsplan 2014 für die Kommunalbetriebe. Im Erfolgsplan sind Erträge von 1 908 000 Euro und Aufwendungen von 1 947 000 Euro vorgesehen. Der Jahresverlust beläuft sich auf knapp 40 000 Euro. Im Vermögensplan schließen die Einnahmen und Ausgaben mit je 2 342 600 Euro ab. Der Gesamtbetrag der Kredite wird auf knapp 2 200 000 Euro, davon 233 700 Euro Umschulden und der Höchstbetrag der Kassenkredite auf 100 000 Euro festgesetzt. Investiert werden soll unter anderem in ein Kataster und neue Abwasserleitungen (552 500 Euro), ein weiteres Nachklärbecken (450 000 Euro) und die geplante Windkraftanlage beim Klärwerk (1,2 Millionen Euro). Diese Anlage soll den Strom-Eigenbedarf im Abwasserbereich abdecken und die Stabilisierung der Abwassergebühren sichern. Leichte Veränderungen gibt es im Stellenplan, diese ermöglichen die Einstellung von Aushilfskräften in der Saison.

Nachdem das Amt Südtondern eine Resolution gegen das Fracking auf den Weg gebracht hat, schicken die Lecker Gemeindevertreter nun eine eigene Resolution zur Landesregierung. Sie lehnen deutlich Fracking ab und fordern gleichzeitig die Beteiligung der Gemeinde in allen Angelegenheiten zu diesem Thema.

Die Wahl des neuen Schiedsmannes fiel auf Uwe Jürgen Wiebrodt, wiedergewählt wurde sein Stellvertreter Reimer Bock. Als Vertreter für die Gemeinde Leck wird Ingo Ehlers im Schulausschuss der Friedrich-Paulsen-Schule mitarbeiten.

Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn den Einsatz der Helfer beim Sturm gewürdigt.„Bei allen Einsatzkräften, die bei dem Orkantief Christian bis an die Grenzen ihrer Belastungsfähigkeit geholfen habe, bedanke ich mich von ganzem Herzen.“ Feuerwehrleute, Polizisten, Bauhof-Mitarbeiter und etliche Bürger, die mit angefasst haben, hätten größeren Schaden abgewendet.

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