Mit rührenden Worten : Abschied von einer „wunderbaren Kollegin“

Ein gutes Team: Friedel Gesewsky und Pastor Peter Janke.
Ein gutes Team: Friedel Gesewsky und Pastor Peter Janke.

Kirchenmusikerin Friedel Gesewsky wurde mit Musik und Dank in den Ruhestand entlassen.

shz.de von
22. August 2018, 11:00 Uhr

„Eine Weile wollen wir dir gerne fehlen“, sagte Pastor Peter Janke zu Friedel Gesewsky. Es klang ein wenig Wehmut mit, als er die Kirchenmusikerin nach 15 Jahren ihres Wirkens in einem Abendgottesdienst aus ihrem Amt verabschiedete.

Gäste aus der Nähe und Ferne waren in die St. Willehad-Kirche gekommen, die St. Wills-Singer positionierten sich, die Mitglieder des Flötenkreises nahmen neben der Orgel Platz, der Martin-Luther-Bläserkreis überraschte mit einem Platzkonzert. Ganz viel Musik begleitete Elfriede, besser bekannt unter Friedel, Gesewsky bei ihrem Eintritt in den Ruhestand. Es sei Zeit zum Zurückschauen und auch dankbar zu sein, meinte Pastor Janke.

Die Kirchenmusik war nicht der erste Beruf von Friedel Gesewsky. Sie hatte Religionspädagogik studiert. Später, als sie in Medelby gebraucht wurde, hat sie sich auf die Orgelbank gesetzt, schließlich die Ausbildung zur C-Musikerin gemacht. Am 1. April 2003 hat sie die Stelle als Organistin in der evangelischen Kirchengemeinde Leck übernommen. Den Flötenkreis hat Friedel Gesewsky weitergeführt und weiter aufgebaut, sie hat Kinder und Erwachsene mit ihrer Freude an der Musik angesteckt. „Du hast ihre Horizonte erweitert und sie in der Musik in Regionen des Lebens geführt, die sie sonst womöglich nicht gefunden hätten“, sagte Pastor Janke in seiner bewegenden Predigt. Kirchenmusik sei immer auch die Verkündigung des Glaubens, und das habe Friedel Gesewsky praktiziert, unaufdringlich – aber mit innerer Überzeugung.

„Du bist eine wunderbare Kollegin, liebe Friedel. In unserer gemeinsamen Arbeit gab es viele leichte und schöne Momente“, erinnerte Pastor Janke. Es habe aber auch sehr schwere Augenblicke gegeben, die sie beide mit Gottesdiensten begleitet haben: „Es ist mir bei solchen schweren Diensten mehr als einmal eine echte Hilfe gewesen, zu wissen, dass du da hinten an der Orgel saßest und ich hier mit dieser Aufgabe nicht alleine war. Dafür danke ich dir!“

Friedel Gesewsky sei eine Frau, die immer gerne mit offenen Händen und weiten Armen ausgeteilt habe. „Was du hast, das gibst du!“, sagte der Pastor. Gute Worte bei ihrem Einstieg in einen anderen Lebensabschnitt sprachen andere beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus. Von einer Frau war da die Rede, die mit einer bescheidenen, fröhlichen und gelassenen Art umschrieben wurde.

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