Wehrführer-Wechsel : Abschied nach nur zwei Jahren

Ortswehrführer Peter C. Herrmannsen.
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Ortswehrführer Peter C. Herrmannsen.

Günter Christensen muss sein Amt als Wehrführer von Oster-Schnatebüll/Klintum aufgeben.

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11. Dezember 2017, 15:00 Uhr

Leck | „Ich gehe mit einem tränenden Auge. Es war eine schöne Zeit, das lässt sich nicht wegwischen“, sagte Günter Christensen. Nach nur zwei Jahren musste er sein Amt als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Oster-Schnatebüll/Klintum aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Seine Nachfolge trat sein Vorgänger Peter C. Herrmannsen an. Günter Christensen wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Wehmut lag über der Jahreshauptversammlung der Wehr in Oster-Schnatebüll. Nur 24 Monate ist es her, seit Peter C. Herrmannsen die Führungsfäden an Günter Christensen übergab. Nun musste Bürgermeister Andreas Deidert letzterem die Entlassungsurkunde als Ehrenbeamter vorlesen. Gute Wünsche begleiteten den scheidenden Wehrführer und ein lieber Rat: „Lass’ es uns wissen, wenn wir für dich da sein können“. Der Schritt ging Christensen nahe: „Es tut mir weh, das Amt aufzugeben. Aber ich muss den Weg gehen, den ich bewältigen kann.“

Zwölf Jahre führte Dieter Keirat akribisch die Kasse. Nun stellte er sich nicht mehr zur Wahl und machte Platz für Wilhelm Annuß. Erstmals wurde mit Alica Brodersen der Posten der stellvertretenden Kassenwartin besetzt. Der neue Gerätewart heißt Pay-Peter Herrmannsen, sein Stellvertreter Carsten Brodersen. Atemschutzgerätewartin bleibt Nina Petersen.

Eine Jahresbandschnalle für 70-jährige Mitgliedschaft in der Wehr erhielt Rüdiger von Seitzberg. Der 87-Jährige gehört seit nunmehr 22 Jahren der Ehrenabteilung an. Ein halbes Jahrhundert ist Christian Thomsen dabei. Er wurde ebenso geehrt wie Bernd Callsen (40 Jahre in der Feuerwehr), Peter Chr. Ketelsen und Maike Clausern (je 20 Jahre). Als frischgebackene Hauptlöschmeisterin verließ Anne Herrmannsen die Versammlung, Sandra Grenzer wurde zur Hauptfeue4rwehrfrau befördert.

Die Feuerwehr zählt neun Frauen und 23 Männer sowie drei Reserve-Mitglieder. Die Ehrenabteilung ist mit 13 Personen gut bestückt, in der Jugendfeuerwehr lassen sich zehn Jungen und sieben Mädchen ausbilden. Desweiteren werden 67 Förderer gelistet.

Die Feuerwehrleute wurden im Berichtsjahr zu vier Einsätzen gerufen. Dienstabende, Reinigungs- und Hydrantendienste standen ebenso auf dem Programm wie Brandschutzaufklärung.

Atemschutzgeräteträger und Sprechfunker übten, 24 Personen bildeten sich bei acht verschiedenen Lehrgängen weiter. Hoch im Kurs stand dabei der Erste-Hilfe-Lehrgang. Den Zusammenhalt untereinander sowie die guten Kontakte zu den Dorfbewohnern stärkten die Feuerwehrmitglieder durch etliche Veranstaltungen wie beispielsweise Doppelkopfabende, Feuerwehrfest oder Fahrrad-Ralley.

Als Lecks Bürgermeister wie auch als stellvertretender Amtsdirektor würdigte Andreas Deidert das Wirken der Feuerwehrleute: „Besonders in einer Zeit, wo es nicht mehr ‚schick‘ ist, sich zu engagieren und die Freizeit für andere zu opfern“. Lobende Worte hatten ebenfalls Lecks Wehrführer Tobias Kaim und Amtswehrführer Oliver Jacobsen mitgebracht.

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