Landfrauen Leck : Abschied mit einer Träne im Auge

Nach 16 Jahren als Vorsitzende und 32 Jahren im Vorstand gibt Telse Nommensen die Vereinsgeschäfte an Sylke von Kamlah-Emmermann

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29. Januar 2015, 05:00 Uhr

Nach 16 Jahren hat der Landfrauenverein Leck und Umgebung eine neue Vorsitzende: Sylke von Kamlah-Emmermann löste Telse Nommensen ab. Stehende Ovationen und Lobesworte begleiteten die scheidende Vorsitzende: „Du warst die Seele des Vereins und Kümmerin zugleich!“

Mit einer „Träne im Knopfloch“ übernahm die 2. Vorsitzende Bärbel Balser die Laudatio und würdigte die Leistungen von Telse Nommensen. Bereits seit 32 Jahren war diese in den Vorstandsreihen zu finden, zunächst als Beisitzerin, dann als Kassenwartin und schließlich als Chefin. „Du warst wie eine Mutter für uns. Bei Dir liefen alle Fäden zusammen. Du hinterlässt eine große Lücke, die schwer zu schließen ist“, sagte Bärbel Balser. Das Abschiedsgeschenk ließ sich sehen: Ein Wellness-Wochenende gemeinsam mit dem Ehemann. Das rührte Telse Nommensen. Sie versprach dem Vorstand aber Unterstützung: „Ich bin ja nicht aus der Welt!“ Sie sei dankbar für die Zeit als Vorsitzende, die Arbeit sei eine Bereicherung gewesen: „Schön, dass wir uns alle begegnet sind.“

Nommensens Vorgängerin Carin Palm ließ es sich nicht nehmen, ein paar wohlmeinende Worte zu sagen, und Kolleginnen aus Achtrup, Ladelund und Enge-Sande bestätigten: „Du hast das Amt kreativ, mitreißend und mit Hingabe ausgeübt. Du hast immer auf Aktualität Wert gelegt, ohne das Bewährte oder die Traditionen in den Hintergrund zu drängen.“ Die Kreisvorsitzende Magret Albrecht verlieh Telse Nommensen im Namen des Landesverbandes in Anerkennung ihrer Verdienste die silberne Biene mit den Schleswig-Holstein-Farben.

„Ich stelle mich den großen Fußstapfen“, nahm die bisherige Beisitzerin Sylke von Kamlah-Emmermann (50) die Wahl zur neuen Vorsitzenden an. In ihren Ämtern bestätigt wurden Kassenwartin Heidi Degner und Schriftführerin Hella Ploog. Die neuen Beisitzerinnen heißen Dorothee Braaker und Karin Wiebecke.

Der Landfrauenverein Leck bleibt mit rund 320 Mitgliedern gefragt wie eh und je, Ein- und Austritte hielten sich die Waage. Telse Nommensen konnte in ihrem letzten Rückblick an ein äußerst aktives Jahr erinnern. Mit 1138 Teilnehmern bei 18 eigenen Veranstaltungen kamen im Durchschnitt 63 Besucher zu jedem Angebot. Die Themenpalette der Vorträge reichte von der Honigbiene über Demenz bis hin zu Umgangsformen und die Vulkanlandschaft Islands. Sehr gut angenommen wurden die Aktionen in der Gärtnerei Carstensen: Das A-Cappella-Konzert mit der Gruppe „Zirkafünf“ und die launigen Ausführungen des Fernsehgärtners John Langley. Besonders jüngere Frauen informierten sich über vegane Ernährung. Es wurde Rad gefahren, gewandert, besichtigt und gereist. Die Mehrtagesfahrt führte nach Prag. Neben diesen Veranstaltungen beteiligten sich die Landfrauen an zahlreichen anderen Aktionen, backten mit Ferienkindern, gingen ins Kino, unterstützten den Flugtag für Menschen mit Behinderungen, standen auf der „Bunten Meile“ und vieles, vieles mehr.

Diese Aktivitäten spiegelten sich im Kassenbericht wider, den Heidi Degner auflistete. Demnach haben die Landfrauen etwas mehr ausgegeben als eingenommen. Nach der Kaffeepause erfreute Inge Lorenzen aus Mönkebüll mit plattdeutschen Liedern.

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