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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 17:51 Uhr

Anti-Konzert : Abrocken und pogen ohne Gewalt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Auch das siebte Anti-Konzert im Leck-Huus war ein voller Erfolg. Rund 350 Jugendliche kamen und genossen die Musik und Stimmung.

von
erstellt am 02.Feb.2014 | 17:35 Uhr

Von Jahr zu Jahr werden es mehr, die zum Anti-Konzert des Hauses der Jugend kommen: 310 Jugendliche erlebten im Leck-Huus die siebente Auflage der Aktion und demonstrierten ein friedliches Miteinander. Musik verband sie, und gleichfalls setzten sie mit ihrem Erscheinen ein Zeichen gegen Gewalt und Zerstörung. „Das war wieder eine rundum tolle Sache. Was die Bands abgezogen haben, war klasse“, freute sich Veranstalter Gunther Haar, Leiter des Hauses der Jugend.

Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hatte in diesem Jahr der stellvertretende Bürgervorsteher Klaus Steen übernommen, der sich das fröhliche Treiben in den alten Gemäuern gern anschaute. „Der Kampf gegen Zerstörung und Gewalt ist sicher am wirkungsvollsten, wenn ihr als Jugendliche aktiv gefordert werdet, wenn eure Neugier gezielt angesprochen und eure Meinung ernst genommen wird“, sagte er. Diese Aktion solle nicht zuletzt eine Unterstützung bei der notwendigen Identitätssuche sein und: „Wir möchten euch vermitteln, dass das Leben auf andere Weise als durch Alkohol und Drogenkonsum oder Gewalt interessant und lebenswert gestaltet werden kann.“ Diese Zielsetzung ging auf: Die jungen Leute rockten ab in bester Laune.

Das Abspringen der Band „Roast Apple“ erforderte nur wenig Aufwand. Das Konzert begann einfach etwas später, und die verbleibenden drei Bands waren in der Lage, 70 Minuten und länger „durchzuheizen“. Schon gleich zu Anfang ging die Party richtig ab mit „Alessa’s Appetite“. Jan Borowski, Pascal Neumann, Daniel Hahn, Dennis Kania und Frithjof Sowa spielen in dieser Besetzung zwar erst ein Dreivierteljahr, überzeugten aber mit ehrlichem Rock und Accustic. Sie lieferten eine Super-Show. Insbesondere Frontmann Daniel Hahn hüpfte über die Bühne, ins Publikum und wieder zurück, als wenn er ein Flummiball wäre. Die Stimmung war perfekt, die Leute ausgelassen, bereit zum Abrocken und Pogen.

„Wiederholungstäter“ waren alle Nachwuchsbands aus dem südtonderaner Raum, die sich inzwischen einen Namen über die Grenzen hinaus gemacht und bei verschiedenen Musikwettbewerben Preise erhalten haben. „Das Motto dieses Abends ist gut und wichtig“, meinte Sänger Daniel Hahn. Man wolle die Jugendlichen animieren, den Mund aufzumachen, sich einzumischen und Hilfe zu holen. „Gewalt ist auch keine Lösung“, überlegte Sean Hodges von der Gruppe „Reckless on Sunday“. Wer sich mit Musik auseinandersetze, habe gar keine Zeit für Gewalt. Mit seinen Bandkollegen Marvin Jensen, Sascha Reinhold und Paddy Christiansen trat er bereits in Rostock und Hamburg auf. Routiniert spielten sie Alternativ-Rock und Crossover.

Den Zwischenpart übernahm „Land in Sicht“ mit Poul Jacobsen, Frithjof Vogelsang, Nico Petersen und Henning Bahnsen. Wie die anderen hatten sie handgemachte Musik und nur eigene Kompositionen im Gepäck: deutschen Rock-Pop. Die Begeisterung für diese erfolgreiche Band blieb nicht aus.

Mit ihrer Begeisterung für alle Musiker hielt Heidi Freichel nicht hinter dem Berg. Sie war gekommen, um live zu hören, was ihre ehemaligen Schüler auf der Bühne leisten. „Sie sind Vorbilder für andere. Musik und Sport sind zwei Schienen, auf denen man gut was machen kann.“ Auch andere Erwachsene legten ihre Mäntel ab und blieben. Unterstützung erfuhr das Konzert von einigen Firmen und Einrichtungen aus der Gemeinde und nicht zuletzt von den vielen engagierten jugendlichen und erwachsenen Helfern.

 

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