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Gleisarbeiten in Südtondern : Ab heute Umwege durch Sperrungen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Deutsche Bahn lässt Teile der Bahntrasse zwischen Risum-Lindholm und Stedesand aufschottern / Arbeiten dauern bis Montag, 14. Oktober

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2014 | 05:00 Uhr

Ab heute Abend müssen sich Autofahrer auf längere Umwege gefasst machen. Die Deutsche Bahn erneuert Teile ihres Schienennetzes, daher werden mehrere Bahnübergänge bis einschließlich Montag , 14. Oktober, gesperrt. Von den Vollsperrungen sind insbesondere die Bahnübergänge in Risum-Lindholm und Stedesand betroffen.

„Da sich die Arbeiten bei uns in Stedesand über Freitag, Sonnabend und Sonntag ziehen und wir zusätzlich Herbstferien haben, sehe ich der Sache total gelassen entgegen“, sagt Stedesands Bürgermeister Stephan Koth. Im Gegensatz zu den dreiwöchigen Gleisarbeiten im vergangenen Sommer, die in der Gemeinde für „rauchende Köpfe“ gesorgt habe, seien die jetzigen Maßnahmen kein Problem. Damals sollten alle Übergange gleichzeitig gesperrt werden. Mit unabsehbaren Folgen für die Einsatzfähigkeit der Rettungsdienste, erinnert sich Koth. Doch auch dieses Problem habe man damals gemeinsam lösen können.

Auch in Risum-Lindholm, wo gleich drei Bahnübergänge kurzzeitig unpassierbar sind, sieht Bürgermeister Hauke Christiansen die Lage ähnlich pragmatisch: „Wir wissen, dass diese Maßnahme notwendig ist, und deswegen wollen wir uns auch nicht darüber beschweren.“ Auch die Verkehrssituation wird nach Auffassung Christiansens keine größeren Probleme bereiten: „Die Maisernte ist eingefahren, da kommen die Arbeiten jetzt nicht ungelegen. Aber natürlich müssen die Sylt-Reisenden Umwege in Kauf nehmen – aber das ist dann mal so.“

Die erste Baumaschine wird heute um 18 Uhr am Bahnübergang Grutstich anrollen. Hier, wie auch an den anderen Bahnübergängen, hat die Deutsche Bahn eine Aufarbeitung des Gleisbettes in Auftrag gegeben. „Zu diesem Zweck wird eine, knapp einen Kilometer lange, Baumaschine über die Gleise fahren und diese dann anheben“, erklärt Hans Friedrich Andresen aus dem Amt Südtondern die aufwendigen Bauarbeiten. Die „Stopfung des Gleisbettes“ mit frischem Schotter sei nun nötig, nachdem die Schienen nach ihrer Erneuerung im Sommer schon wieder leicht abgesunken seien. „Bei diesem Verfahren werden die Bahnübergänge und die Gleise notwendigerweise ausgebessert“, so Andresen.

Sind die Arbeiten am Gleisbett schließlich abgeschlossen, werden Anwohner und Autofahrer in nächster Zeit keine Umwege mehr fürchten müssen. „Dann wird auf der Strecke erst einmal lange Ruhe sein.“

 

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