Erstaufnahme in spe : 800 Container stehen auf dem Flugplatz bereit

Eventuell schon Ende des Jahres sollen auf dem ehemaligen Flugplatzgelände in Leck bis zu 750 Container für Flüchtlinge aufgestellt werden.
So könnte es aussehen: Noch sind allerdings weder Flüchtlinge da noch Container aufgestellt.

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07. Juli 2016, 11:54 Uhr

Mit der anstehenden Schließung des Containerdorfs in Eggebek (siehe Seite 4) steigt nun doch wieder – zumindest theoretisch – die Wahrscheinlichkeit, dass auch in Südtondern Flüchtlinge untergebracht werden könnten. „Und wir sind deshalb froh, die Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben“, sagt Klixbülls Bürgermeister Werner Schweizer (Foto). Trotz der immer wieder in Frage gestellten eventuellen Unterbringung von Flüchtlingen auf dem ehemaligen Flugplatzgelände der Gemeinden Klixbüll, Leck und Tinningstedt sind in den letzten Monaten infrastrukturelle Vorbereitungen in Höhe von zwei Millionen Euro im Auftrag des Landes durchgeführt worden. So sind unter anderem Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen verlegt worden. Die Zuwege sind fertig, ein Zaun sowie Straßenbeleuchtungen aufgestellt. Erst am Montag erfolgte die Bauabnahme für die „Erstaufnahme Südtondern“.

Auch 800 Klapp-Container stehen auf dem Gelände bereit. Aufgebaut sind sie jedoch noch nicht, da noch ein zehn Kilometer langes Streifen-Fundament fehlt. „Sollte aber wirklich der ehemalige Flugplatz demnächst als Erstaufnahme gebraucht werden, so könnte es in kürzester Zeit losgehen“, sagt Schweizer. Auf die Frage, ob er damit rechne, dass auch tatsächlich Flüchtlinge hierher kommen werden, will Klixbülls Bürgermeister nicht eingehen. „Was ich glaube, ist egal. Hauptsache wir sind vorbereitet. Jedem muss klar sein, dass sich die Flüchtlingssituation jeden Tag ändern kann.“

Bereits im November 2015 war das erste Mal seitens des Innenministeriums von einem Containerdorf in Leck die Rede. Anfangs sollte dort Platz für 2000 Flüchtlinge geschaffen werden. Seit Januar 2016 stand die Erstaufnahme aufgrund des gesunkenen Zuzugs von Flüchtlingen jedoch auf dem Prüfstand.

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