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Feuerwehr Jubiläum : 80 Jahre: Langstofter Blauröcke feiern

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Langstofter Feuerwehr zelebriert ihr 80-jähriges Bestehen und die Einweihung des neuen Gerätehauses

Die Freiwillige Feuerwehr Langstoft, nördlicher Außenposten des städtischen Brandschutzes, hatte allen Grund, ein besonderes Fest zu feiern. Denn: Im vergangenen Jahr nahm sie ihre neue Feuerwache in Betrieb, und in diesem Jahr feiert sie ihr 80-jähriges Bestehen.

Für Wehrführer Uwe Hansen war das Anlass, bei seiner Begrüßung der annährend 200 Gäste im Friesenhof etwas weiter auszuholen. Als die Wehr im November 1934 als Pflichtfeuerwehr aus der Taufe gehoben wurde, konnte niemand ahnen, dass sie einmal eine „Freiwillige“ sein und ihr erstes Löschfahrzeug, ein Mercedes, den ihr die Freiwillige Feuerwehr Niebüll 1962 überstellte, in Episoden deutscher Geschichte und Kulturgeschichte mitwirken würde: beim legendären Feuersturm 1943 in Hamburg und im Frühjahr 1970 in der Verfilmung von Siegfried Lenz‘ „Deutschstunde“. Dem Mercedes folgten das heutige „Museumsstück“ , der Ford LF 8 mit Vorbaupumpe, und nach und nach modernere „Geschütze“, die wegen ihrer Größe den Neubau einer Feuerwache erforderlich machten. Dieser wurde mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Im vergangen Jahr gab es, wie Uwe Hansen berichtete, viel zu tun – genau genommen 41 Einsätze. Deren Kern war der Orkan Christian mit der Hälfte aller Einsätze. Bei der Übung auf dem Hindenburgdamm war die Wehr ebenfalls dabei. Der Feuerwehr Langstoft gehören zurzeit 33 Einsatzkräfte an, der „Ehrengarde“ mittlerweile 16. Hinter ihr stehen 300 Niebüller als passive Mitglieder. Uwe Hansen dankte dem Feuerschutzträger für die alles in allem gute Ausrüstung der Wehr. „Es macht uns Spaß, in unserem neuen Feuerwehrhaus zu arbeiten und zu leben. Die neue Feuerwache hat einen großen Motivationsschub unter den Kameraden ausgelöst.“ Ebenso dankte der Wehrführer seinen Einsatzkräften, die viel Engagement und Zeit in das neue Haus investiert hatten.

Jens Momme Hansen und sein Festausschuss hatten den Abend im Friesenhof organisiert. Für Spannung sorgte die von örtlichen Unternehmen gesponserte Tombola. Das Glücklos für den Hauptgewinn, einen Strandkorb im Wert von 500 Euro, zog „Feuerwehrehefrau“ Helle Kalkbrenner. Außerdem war die Länge einer in einem Weckglas zusammengerollten Schnur zu raten. Matz Uwe Hansen kam mit seiner Schätzung von 15,50 Metern bis auf vier Zentimeter an die richtige Länge heran. Die ohnehin schon gute Stimmung steigerte die aus Emmelsbüll-Horsbüll engagierte Show-Formation „Monkey Dancers“ unter der Regie von Britta Momsen. Zwölf Mannsbilder (mit und ohne Bäuchlein und Rettungsring) spannten einen unterhaltsamen Bogen, der von den „Blauen Bergen“ bis Südwesthörn und von einem Saloon im Wilden Westen bis zu den Navy Fightern von „Top Gun“ reichte – teils getanzt, teils geturnt, doch vor allem sehr gekonnt und von lautstarkem Applaus begleitet. Den Rest besorgte Bernd Johannsen, DJ aus Leck. Er legte auf und hielt die fröhliche „Dorfgemeinschaft“ aus dem Niebüller Norden in Schwung.

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erstellt am 19.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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