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Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 08:35 Uhr

70 Jahre: Dänische Schule feiert sich

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit einem Tag der offenen Tür erinnert die Einrichtung im Propst-Nissen-Weg an die Gründung am 20. Februar 1946

Die Dänische Schule feiert morgen einen „runden Geburtstag“: Vor 70 Jahren nahm sie mit 48 Schülern in der Heimvolkshochschule (Nordsee Akademie) ihre Arbeit auf. Heute besuchen 324 Mädchen und Jungen die Gemeinschaftsschule mit Grundschul- und Förderzentrumsteil.

Einer Elterninitiative ist die Einrichtung der Dänischen Schule zu verdanken. Insbesondere hatten sich seinerzeit der Kaufmann Th. Jacobsen aus Leck und der Wanderlehrer aus Ladelund, Gustav Lindström, dafür eingesetzt. Sie trugen den Wunsch dem Dänischen Schulverband vor, der sich wiederum mit Politikern vor Ort und der englischen Besatzung im alten Kreis Südtondern in Verbindung setzte. In der damaligen Heimvolkshochschule – zu jener Zeit „Nordmark-Schule“ betitelt und von Flüchtlingen bewohnt – wurden Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

Die Schülerzahlen stiegen, die Schule zog für kurze Zeit in Baracken am Ortsrand um und fand ihre Heimat dann im neu erstellten Gebäude im Propst-Nissen-Weg. Die Einweihung erfolgte am sechsten Geburtstag der Schule, am 20. Februar 1952. Inzwischen hatte Mads Sig Kristensen den ersten Schulleiter Hans Peter Eskildsen abgelöst. 1957 folgte Else Jørgensen in dieses Amt, dann nahm Wilhelm Klüwer für drei Jahrzehnte bis 1992 die Fäden in die Hand. Sein Nachfolger hieß Sven Johannsen, der seinen Platz vor drei Jahren für Per Sørensen freimachte.

Von Anfang an war die Dänische Schule als Grund- und Hauptschule konzipiert. Vor Jahren wurde die Förderschule integriert. Den wachsenden Schülerzahlen wurde die Einrichtung nach der Jahrtausendwende mit einem komplexen Bauvorhaben gerecht. Neben der neuen großen Turnhalle entstand ein Neubau mit Aula, Bibliothek, Fachräume, Lehrküche und Küche für den Ganztagsbetrieb im Erdgeschoss, im Obergeschoss fanden elf Klassenräume ihren Platz. Durch den grundlegenden Umbau im alten Gebäude konnten ein großes Lehrerzimmer und Büros geschaffen werden. Die ehemalige Turnhalle ist jetzt Werkhalle. All das waren die Voraussetzungen für eine moderne Bildungseinrichtung: Eine integrierte Gemeinschaftsschule, die zugleich Offene Ganztagsschule wurde.

Ab 2008 konnten Schüler der 7. bis 10. Klassen an dieser Schule verbleiben. Das Einzugsgebiet für die ersten sechs Klassen ist Leck, Ladelund, Achtrup, Enge-Sande und Klixbüll. Ab der 7. Klasse kommen Schüler außerdem aus Neukirchen, Humptrup, Medelby, Schafflund, Risum-Lindholm und Niebüll. Heute werden die Schüler in 18 Klassen von 30 Lehrkräften unterrichtet. Mit Hausmeister, Sekretärin und pädagogischen Mitarbeitern steigt die Zahl der Angestellten auf 47 Personen. Und es werden immer mehr Schüler, die die zweitgrößte Dänische Schule in Sydschleswig ansteuern. „In den vergangenen drei Jahren haben wir 50 hinzubekommen“, erklärt Per Sørensen. „Das übersteigt unsere Kapazität. Wir müssen schauen, wie wir dieses Problem lösen können“.

Nun wird aber erst einmal Geburtstag gefeiert. Von 13 bis 17 Uhr öffnet die Dänische Schule ganz weit ihre Türen für Gäste, Ehemalige und Freunde. Die Festrede wird der bekannte Fernsehmoderator Søren Ryge Petersen halten, es gibt eine traditionelle südjütische Kaffeetafel und Vorführungen von Schülern.

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erstellt am 18.Feb.2016 | 11:27 Uhr

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