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Umweltfreundliches Niebüll : 5300 Tonnen weniger Kohlendioxid

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das neue Blockheizkraftwerk neben der Südtondernhalle wird mit dem umweltfreundlichen Biomethan gespeist.

Vor dem Hintergrund eines weiter gewachsenen Fernwärmenetzes im Stadtgebiet haben die örtlichen Stadtwerke neben dem 2010 in dem an der Südtondernhalle errichteten Blockheizkraftwerk ein zweites BHKW in Betrieb genommen. Es wird mit dem hochgradig umweltfreundlichen Biomethan (CH4) gespeist.

Das hat zur Folge, dass die in mehrheitlichem Besitz der Stadt befindlichen Blockheizkraftwerke 5300 Tonnen Kohlendioxid (CO2) jährlich einsparen. Wie der Leiter der Stadtwerke Rüdiger Wiese mitteilt, sind dem Niebüller Wärmeprojekt 31 Gebäude angeschlossen – öffentliche Einrichtungen, Schulen, Firmen, Banken, Wohnkomplexe und das Rathaus. Diese überwiegend größeren Wärmekunden entsprechen (geschätzt) einer Anzahl von 300 Haushalten – Tendenz steigend.

Das Gas für die Wärmeerzeugung ist von dreierlei Beschaffenheit. Ein Teil des Gases ist erneuerbare Energie und kommt aus der Uhlebüller Biogasanlage, ein anderer aus der Fernleitung in der dem „normalen“ Erdgas blütenreines Methan (= 99,9-prozentiges CH4) beigegeben ist, das die Stadtwerke im Großhandel eingekauft haben.

Mit dem örtlichen Wärmekonzept erfüllen die Stadtwerke somit auch die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Diese schreibt vor, dass bei Neu- und Umbauten sowie Veränderungen an Gebäuden ein bestimmter Bedarf an Primärenergie nicht überschritten werden darf. Primärenergien sind Kohle, Gas und Heizöl. Der ideale Primärenergiefaktor liegt bei 0,0. Für Fernwärme mit einem Kraft-Wärme-Kopplungs-Anteil von 70 Prozent läge er bei 0,7. Wird nur erneuerbare Energie eingesetzt, liegt er bei 0,0.

Niebüller Kunden beziehen Fernwärme mit einem Primärenergiefaktor von 0.0. „Besser geht es nicht“, sagt Rüdiger Wiese. „Durch diese Lieferung von Wärme leisten die Abnehmer einen Beitrag zum Klimaschutz – und zum Gelingen der Energiewende“, dankte der Chef der Stadtwerke auch an dieser Stelle den Kunden, die über die Neuerungen schriftlich unterrichtet wurden.

 

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erstellt am 21.Nov.2014 | 06:15 Uhr

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