53 Einsätze für Ladelunds Feuerwehr

Ehrungen und Beförderungen gehören zum Programm des Stiftungsfestes.
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Ehrungen und Beförderungen gehören zum Programm des Stiftungsfestes.

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05. Januar 2015, 10:44 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Ladelund feierte im Kirchspielkrug ihr 93. Stiftungsfest seit ihrer Gründung im Jahre 1922. Ortswehrführer Dirk Johannsen berichtete vor mehr als 200 erschienenen Teilnehmern von einem sehr erfolgreich verlaufenen Jahr. So hatte sich die Zahl der Mitglieder um fünf auf 76 erhöht: 65 Aktive und elf Ehrenmitglieder. Die Planungen für den Bau eines neuen Gerätehauses seien zwar nicht sonderlich zügig, immerhin aber doch noch termingerecht fortgeschritten. „Dennoch können wir es kaum erwarten, dass die Baumaßnahmen beginnen“, so Dirk Johannsen.

Neben den normalen Übungs- und Sonderdiensten sei man zu 53 ernsten Einsätzen ausgerückt, deren Zahl sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt habe. Angefallen seien zehn Verkehrsunfälle in Leck, Böxlund, Jardelund, Süderlügum, Bramstedtlund und Weesby, bei denen die Rettungsschere angefordert worden war, dazu neun Hilfeleistung, vier Brandbekämpfungen (je zwei in Ladelund und Westre) sowie 30 Einsätze der Rettungshundestaffel bei der Suche von Personen in ganz Schleswig-Holstein.

Nach einem gemeinsamen Imbiss nahm der Wehrvorstand eine Reihe von Ehrungen und Beförderungen vor. So wurden Werner Sönnichsen und Uwe Feddersen für 30-jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr geehrt, letzterer in entschuldigter Abwesenheit. Der zum Gruppenführer gewählte Lars Feddersen wurde zum Löschmeister befördert. Nach 41 Jahren treulich geleisteten Feuerwehrdienstes wurde Albrecht Friedrichsen mit Dank und guten Wünschen in die Ehrenabteilung überstellt. Seine ihn jederzeit unterstützende Ehefrau Anne wurde mit einem Blumenstrauß bedacht.

Eine Ehrung ganz spezieller Art erfuhren Anne und Claus Delfs, indem sie zu den „aktivsten unserer passiven Mitglieder“ ernannt und gebührend gefeiert wurden. Das Ehepaar hatte am 31. Juli nachts um 3 Uhr einen Hilferuf aus der Ladelunder Seniorenwohnanlage bemerkt und den 100 Meter entfernt wohnenden, in Not geratenen Mitbürger sofort aufgesucht und versorgt. Am 14. September war bei der Feuerwehr ein Notruf aus der DRK-Wohnanlage aufgelaufen, doch hatte man die um Hilfe bittende Person zunächst nicht auffinden können, bis Anne Delfs, die sich im Gebäude auskannte, die Lebensretter zu ihr führte. „Wir möchten uns bei euch für diese guten Taten herzlich bedanken“, so Wehrführer Dirk Johannsen.

Zu den ersten Gratulanten zählte Bürgermeister Rüdiger Brümmer. Er stellte fest: „In einer Zeit, in der viele Menschen nur ihren eigenen Vorteil im Blick haben, finden wir bei den Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehr noch fast vergessene Tugenden: Idealismus, Verantwortungsbewusstsein, Liebe zum Nächsten, Mut und Hilfsbereitschaft.“ Das Fest wurde mit einer Tombola sowie Tanz mit der Hamburger Band „InTakt“ fortgesetzt.


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