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"Brot für die Welt" : 5000 Brote für hungernde Menschen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Konfirmanden aus Südtondern backen Brot für das Hilfsprojekt „Brot für die Welt“ / Die Einnahmen des Brotverkaufs wurden gespendet

Die von Pastor Hans-Joachim Stuck betreuten Hauptkonfirmanden der Kirchengemeinden Karlum und Ladelund, insgesamt 19 Mädchen und Jungen, beteiligten sich – mit tatkräftiger Unterstützung von Thomas Freudenberg, dem Juniorchef der Niebüller Backstube, und dessen Ehefrau Tanja - an dem zur Zeit in allen Landeskirchen laufenden Projekt: „5000 Brote – Konfis backen für Brot für die Welt.“ Der Name des Vorhabens, innerhalb dessen im Bereich der Nordkirche rund 100 Konfirmandengruppen aktiv sind, spielt auf die biblische Geschichte von der „Speisung der 5000 Menschen“ an. Es soll hungernden Menschen in Kolumbien, Ghana oder Bangladesch zugute kommen.

Die Karlumer und Ladelunder Konfirmanden entschieden sich für Kolumbien. „Es ist aber keineswegs so“, sagte Pastor Stuck, „dass wir vorhaben, die fertigen Brote nach Kolumbien zu schicken, denn das wäre viel zu teuer und würde auch keine nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe bewirken. Lieber wollen wir die selbstgebackenen Brote im Verlaufe unserer diesjährigen Gemeindeversammlung in der Ladelunder St. Petri-Kirche verkaufen und den Erlös für das Projekt: ,Ein Zuhause für die Ausgestoßenen in Kolumbien‘ zur Verfügung stellen.“ Gesagt – getan. Am vergangenen Sonnabendvormittag fanden sich die Mädchen und Jungen aus Karlum und Ladelund zusammen mit ihrem Pastor in der Backstube des Ehepaares Freudenberg ein, wo es für sie galt, für ihre geplanten 60 Mischbrote aus dem bereits vorbereiteten, mit Ingwer gewürzten und „ausgeruhten“ Teig Portionen à 850 Gramm abzuwiegen. Diese wurden sodann „rundgewirkt“ und per Hand zu Brotlaiben geformt. Nach einem Aufenthalt im 35 Grad Celsius warmen Gärraum und einem Mehlabgleich dekorierten die Konfirmanden ihre Produkte mit sichtlicher Freude per Schablone, bevor die Brote für die Dauer von 50 Minuten in den Backofen kamen.

Natürlich drängten die „Konfis“ darauf, noch in der Backstube zu prüfen, wie ihre Produkte schmecken. Für diesen Test wurde ein Exemplar geopfert: in Scheiben geschnitten, verteilt und genüsslich verzehrt. „So ein leckeres Brot habe ich in meinem Leben noch niemals gegessen“, stellte Jona Petersen spürbar begeistert fest. Auch die übrigen Mitglieder der Gruppe waren vom guten Geschmack ihres Backwerkes voll überzeugt. Sie alle dankten beim Abschied dem Ehepaar Freudenberg für dessen geleistete Vorarbeit und kompetente Anleitung beim Backen sowie für die großzügige Spende des Teigs für ihre Brote. Am folgenden Tag breiteten sie diese im Vorraum der Ladelunder St. Petri-Kirche auf Tischen aus, um sie den Gottesdienstbesuchern und Teilnehmern der anschließenden Gemeindeversammlung zum Kauf anzubieten. Während der Feierstunde erläuterten vier Konfirmandinnen den Inhalt ihres Projekts und verrieten, weshalb sie gerade für das Land Kolumbien als Ziel ihres erwirtschafteten Geldes gestimmt hatten: „Viele Menschen dort sind von Armut und Hunger besonders hart betroffen.“ Der Verkauf der Brote erbrachte einen Erlös in Höhe von 237 Euro.




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erstellt am 05.Nov.2014 | 05:00 Uhr

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