Neue Schilder : 250 Zeichen sollen Spaziergängern bei der Orientierung helfen

Carsten-Peter Thomsen, Werner Klingebiel, Carolin Meinhardt, Jörn Frank und Andreas Deidert.
Carsten-Peter Thomsen, Werner Klingebiel, Carolin Meinhardt, Jörn Frank und Andreas Deidert.

Schilder im Langenberger-Forst wurden als gemeinsames Projekt der drei Gemeinden Leck, Stadum und Enge aufgestellt.

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13. Dezember 2017, 11:13 Uhr

Leck/Enge/Stadum | Folgt man der „Kuh“, so wandelt man auf dem Ochsenweg, der „Wal“ weist in Richtung der Fischteiche, der „Hirsch“ zeigt den Startplatz beim Damwildgehege an. Wer sich an diesen und weiteren Symbolen orientiert, kommt gut durch den Langenberger-Forst. Damit das so bleibt, soll eine neue Beschilderung her. Die drei Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden setzten den ersten Holzpfahl und bezahlen die Materialkosten in Höhe von 3000 Euro.

In Nordfriesland gibt es nur einen vierprozentigen Anteil an Waldbeständen. Der Langenberger Forst sticht heraus: Mit seinen gut 1000 Hektar bildet er das größte Waldgebiet im Landesteil Schleswig und verbindet zudem drei Ortschaften. „Durch die Nachbarschaft zum Wald und durch die Nähe zur Nordsee haben Leck, Stadum und Enge wie auch der Langenberg eine überregionale Bedeutung für den Tourismus“, sagte Förster Jörn Frank.

Bereits vor drei Jahrzehnten waren die Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 30 Kilometer ausgeschildert und eine Infokarte über das Wander- und Erholungsgebiet angefertigt worden. Diese Karte hat nach wie vor seine Gültigkeit. Der Zahn der Zeit nagte jedoch an der alten Ausschilderung. Pfähle und Schilder müssen erneuert werden. „Das Holz stammt aus dem Langenberg von Eichen, die beim Jahrhundertsturm Christian aus dem Boden gerissen worden waren“, klärte Förster Jörn Frank auf.

Bei diesem Projekt ziehen die Bürgermeister Andreas Deidert aus Leck, Carsten-Peter Thomsen aus Enge und Werner Klingebiel aus Stadum an einem Strang. Sie übernehmen die Kosten für insgesamt 250 Schilder. Wie wichtig ihnen das Projekt ist, dokumentierten sie mit ihrem Kommen am „Dreiländereck“ auf dem Rantzauhöhenweg (Foto). Hier legten sie selbst Hand am ersten Holzpfosten an, dessen Beschilderung in alle drei Richtungen zeigt – nach Enge, Stadum und Leck.

Förster Jörn Frank und Praktikantin Carolin Meinhardt griffen den Verwaltungschefs unter die Arme und klärten gleichermaßen auf: „Im Forst gibt es sechs Wanderwege sowie Reitwege, dazu kommen zwei permanente Wanderwege, die von dem Verein Wanderfreunde Leck betreut werden.“ Die sechs Wanderwege sind jeweils zwischen vier bis acht Kilometer lang und behalten ihre gewohnten Symbole „Eichhörnchen, Ente und Eule“ wie auch „Hirsch, Kuh und Wal“.

Was letztere Bezeichnungen  mit dem Forst zu tun haben, erklärte Jörn Frank: „Die Kuh steht für den Ochsenweg, der Wal für die Fischteiche. Damals im beginnenden digitalen Zeitalter hatte man einfach noch nicht die Möglichkeit, auf manche Feinheiten zurückzugreifen. Heute hätte man natürlich einen Ochsen und vielleicht eine Forelle gewählt“, sagt der Experte. Für Probleme wird das nicht sorgen: Den meisten Einheimischen ist die Symbolik vertraut, und die Urlauber werden sicher neugierig auf Kuh- oder Walpfaden marschieren.

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