zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

20. September 2017 | 15:05 Uhr

19 Jahre im Dienste der Kirche

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit einem festlichen Gottesdienst wurde am Wochenende Küsterin Brunhilde Schröder verabschiedet

von
erstellt am 07.Apr.2014 | 14:20 Uhr

„Liebe Brunhilde, Dein heutiger Abschied als Küsterin der Achtruper Martin-Luther-Kirche ist der Grund dafür, dass sich am heutigen Nachmittag hier eine Gemeinde zusammengefunden hat, deren Zusammensetzung ich als großes Geschenk empfinde.“ So sprach Stefan Möbius als Bezirkspastor der Kirchengemeinde Leck für den Bereich Achtrup-Sprakebüll die scheidende Kirchendienerin Brunhilde Schröder an. Der Grund: Nach neunzehn arbeitsreichen Jahren beendete sie ihren verantwortungsvollen Dienst. Im Gotteshaus eingefunden hatten sich – neben der Familie der zu verabschiedenden Amtsinhaberin – auch viele Dorfbewohner und zahlreiche offizielle Abordnungen von haupt- und ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern verschiedener kirchlicher Gruppen einschließlich der Verwaltung und der Kirchenmusik. Auch Pastor i.R. Peter Spangenberg, der Brunhilde Schröder als damaliger Kirchenvorstandsvorsitzender vor knapp zwei Jahrzehnten eingestellt hatte, Pastor Peter Janke als dessen aktueller Amtsnachfolger sowie Dirk Sönksen wohnten dem stimmungsvollen Abschiedsgottesdienst bei. Der Letztgenannte betreute als neuer Achtruper Küster seinen ersten Gottesdienst.

Pastor Möbius stellte die Feierstunde unter ein Bibelwort, das hervorragend auf den Beruf der Küsterin zutrifft: „Ich bin nicht gekommen, um mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen.“ Die Epistel und das Evangelium des Tages verlas Astrid Jensen, Mitglied des Evangelischen Frauenkreises Achtrup. Die Begleitung der Gemeindelieder und musikalische Ausschmückung des Gottesdienstes teilten sich Friedel Gesewski und Kantor Thomas Hansen. Die Predigt hielt Pastor Janke, der danach Brunhilde Schröder im Namen des Kirchengemeinderates mit Lob für ihren engagierten Einsatz bei der Erfüllung ihrer vielseitigen Aufgaben von ihren Pflichten entband: „Beim Dienst der Küsterin liegt vieles im Verborgenen, was die Leute fast nie sehen und was erst auffällt, wenn es nicht mehr geschieht.“

Zuvor hatte Pastor Möbius Brunhilde Schröder aufgefordert, auf einem bequemen „Rentner-Stuhl“ am Altar Platz zu nehmen, um auf ihre 19-jährige Dienstzeit Rückschau zu halten. „Du, Brunhilde, warst – nach Jens Levsen und Frieda Petersen – die dritte Küsterin an unserer Kirche. Du hat Deine Arbeit sehr gut gemacht, warst immer freundlich, aufmerksam und stets allen Besuchern zugewandt.“ Nun übergebe sie Dirk Sönksen „ein Haus, das gut in Schuss ist“. Nach diesen Worten stellte Stefan Möbius neben Brunhilde Schröder einen zweiten Stuhl für ihren Ehemann Hans auf, mit dem sie – auf den Tag genau – seit 30 Jahren verheiratet war. Beide hätten, so der Laudator, „als tolles, unzertrennliches Team hervorragend zusammengearbeitet“.

Unmittelbar an den Gottesdienst schloss sich im kirchlichen Gemeinderaum („Café Luther“) eine Feierstunde an, im Verlaufe derer einige Gäste – nach einem gemeinsamen Essen – mit Lobreden auf das Ehepaar Schröder aufwarteten und der ausgeschiedenen Küsterin Geschenke überreichten. Als „Peter II“ erinnerte Pastor Spangenberg daran, dass sich die Berufsbezeichnung „Küster“ vom lateinischen „custos“ ableitet, dessen Aufgabe es einst war, die Schätze der Kirche zu verteidigen. Die Schätze der Marin-Luther-Kirche Achtrup seien die Menschen, die darin ein- und ausgehen. „Auch alles, was den Kirchenraum bunt und schön macht, stammt aus dieser Gemeinde.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen