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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 12:44 Uhr

Leck : 1424 Euro für die kranke Jule Marie

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Hale-Pop-Singers helfen mit einem Benefizkonzert der Familie Matthiesen. Die siebenjährige Jule ist nach einer Hirnhautentzündung mehrfach behindert.

von
erstellt am 28.Apr.2015 | 11:15 Uhr

Von einer Welle der Sympathie, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft wurde die Familie Matthiesen in der St. Willehad-Kirche zu Leck getragen: Die „Hale-Pop-Singers“ und Freunde gaben für die kranke Jule Marie ein Benefizkonzert. 1424 Euro spendierten die gut 240 Zuhörer, im Vorwege hatte der Chor bereits 436 Euro gesammelt. Das soll helfen, ein dringend benötigtes mobiles Blutgas-Analysegerät anzuschaffen.

„An Tagen wie diesen, erleben wir das Beste“, intonierte der Gospel- und Pop-Chor aus Achtrup den Song von den „Toten Hosen“ und hätte die Stimmung im voll besetzten Kirchenschiff nicht besser formulieren können. Für diesen Rückhalt und die Hilfe von allen Seiten dankte Mutter Tanja Matthiesen. Ihre Tochter ist nach einer Hirnhautentzündung mehrfach behindert (wir berichteten). Den Wunsch nach dem medizinischen, etwa 11  000 Euro teuren Gerät kann sich die Familie nicht leisten. „Aus Verzweiflung habe ich den Mut gehabt, an die Öffentlichkeit zu gehen“, begründete Tanja Matthiesen ihren Schritt. Die Hilfe sei überwältigend, meinte sie und listete Aktionen zugunsten von Jule auf. Die Siebenjährige konnte das Geschehen um sie herum nun aber nur kurz verfolgen, ein epileptischer Anfall zwang zum Rückzug.

„Dieses ist ein besonderes Konzert für einen besonderen Menschen: Für Jule und ihre Familie“, lobte Pastor Peter Janke die Idee, im Kirchenhaus zusammenzukommen. Die Unterstützung sei wichtig, nicht nur in finanzieller Art, sondern auch in Gesprächen. Gern war der Chor unter der Leitung von Frank Bernstein-Jensen auf den „Hilfs-Zug“ aufgesprungen. Alte, neue und auch seltene Lieder, Gospel- und Popsongs hatten die über 30 Sänger in ihrem Programm.

Wie wichtig der Familienzusammenhalt ist, daran erinnerte der Chorleiter nicht zuletzt bei seinem Auftritt mit seiner Familie – mit Sohn Björn Jensen, Ehefrau Marion Bernstein, den Töchtern Annika und Maj-Britt Schneekloth. „Stand by me“ sang Maj-Britt unter anderem mit ihrer schönen, klaren Sopranstimme. Das ging unter die Haut.

Leise und laute Töne wechselten sich ab in diesem Konzert, die Klänge berührten oder stimmten fröhlich – so wie der „Cup-Song“. Diesen hatte Winnie Zastrow mit seinen Kindern Katrin und Philip einstudiert, unterstützt wurden sie von Marion Bernstein. Die Zastrows engagierten sich mit ihrem Spiel und Gesang ebenfalls, der Familie Matthiesen das Leben ein wenig erleichtern zu helfen. Dafür ernteten sie Jubelpfiffe und wahre Begeisterungsstürme. Mit stehenden Ovationen dankten die Zuhörer allen Musikern und Sängern für das außergewöhnliche Konzert, das nicht nur der Familie Matthiesen so manches Mal zu Tränen rührte.

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