14 neue Ampeln für mehr Sicherheit in Leck

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05. November 2013, 00:31 Uhr

Bei der Simulation lief es glatt und reibungslos. Dennoch herrschte im Infrastruktur- und Umweltausschuss nach der Präsentation bei einigen Ausschussmitgliedern Skepsis, ob die geplanten Ampelanlagen an den Einmündungen Bergstraße und Kirchhofstraße sich nicht als hinderlich für den Verkehrsfluss erweisen.

Wie bereits mehrfach berichtet, hatte der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr bei seinen Signalschauen festgestellt, dass in diesem Bereich die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden muss. Dabei geht es auch um die Sicherheit der Schulkinder. Im Februar war dem Fachausschuss das Konzept des Verkehrsplaners präsentiert worden. Danach folgte im April eine Informationsveranstaltung für die Bürger. Bei diesem Treffen stießen die Pläne auf einige Kritik. Bemängelt wurden unter anderem die eingeschränkte Zu-und Ausfahrt der Straße Am Markt, die Verengung der Kirchhofstraße und die eingeschränkte Zufahrt zur Heinrichstraße.

Im Ausschuss präsentierte Planer Ronald Mehling nun eine überarbeitete Version. Nach dem jetzigen Stand der Planung geht die Ausfahrt Am Markt in beide Richtungen und es kann von der B 199 wieder in die Straße eingefahren werden. Auf die Verengung der Kirchhofstraße durch eine zweite Spur wird verzichtet. Weiter führte der Planer einer Verkehrssimulation in diesem Bereich vor, die sich auf neue Zählungen vom August 2013 stützt. Zu sehen waren zwei Varianten. Der Planer ging zunächst von den tatsächlichen Zahlen während der Spitzenbelastung aus und hat dann dieses Aufkommen nochmals verdoppelt. Der Verkehr, davon konnten sich die Ausschuss-Mitglieder bei der Präsentation überzeugen, floss reibungslos.

Das Ergebnis stieß auf Zustimmung, aber auch auf Skepsis. Hans-Günther Lund als betroffener Anlieger zeigte sich froh, „dass der Planer auf die vielen Hinweise eingegangen ist“. Für die Fußgänger werde es mit den Ampeln sicherer: „Das ist sehr gut gelungen durch diese Lösung.“

Anlieger Peter Erichsen sieht dagegen eine große Steugeldverschwendung angesichts der 14 Ampeln. Andererseits sei klar, dass etwas für die Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger getan werden müsse. Erichsen befürchtet aber, dass sich die Ampeln negativ auf den Verkehrsfluss auswirken. Zudem sei das Problem der Windmühlen-Transporte noch nicht gelöst. Für die Flügel, die durch Leck verfrachtet werden, ist es in diesem Bereich besonders eng und eine der geplanten Ampeln auch im Weg.

Die ganz großen Vorteile erschlossen sich Ausschuss-Mitglied Klaus Schmidt (UWL) nicht: „Ich sehe nicht die Notwendigkeit, Leck mit Ampeln zuzupflastern“, meinte Schmidt. Er hielt Bedarfsampeln für ausreichend und meinte: „Für Fußgänger und Radfahrer sollte man etwas machen.“

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