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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 05:47 Uhr

Zwischenlager: Habeck zu Dialog bereit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Kieler Umweltministerium weist Behauptungen des CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp zurück, Umweltminister Robert Habeck (Grüne) würde sich Vor-Ort-Gesprächen über die geplante Zwischenlagerung weiterer Atomabfälle am Standort Brokdorf verweigern. In einem Schreiben an Bürgermeisterin Elke Göttsche betont Habeck jetzt seine Bereitschaft zum Dialog.

Arp hatte in unserer Zeitung mit dem Hinweis auf eine Fülle offener Fragen dringenden Gesprächs- und Informationsbedarf angemahnt. Unter anderem müsse die Art und Weise eines notwendigen Genehmigungsverfahrens und die Transportfrage geklärt werden. „Schließlich wollen wir hier kein zweites Gorleben“, hatte der Christdemokrat festgestellt, gleichzeitig aber auch daraufhin gewiesen, dass die CDU nichts gegen ein Zwischenlager habe.

Habeck betont, dass Angehörige seiner Reaktorsicherheitsabteilung und auch er persönlich einen vertieften Meinungsaustausch mit Vertretern der Gemeinde und in geeignetem Rahmen auch bei öffentlichen Veranstaltungen zugesichert hätten – vor allem wenn es darum gehe, die örtliche Bevölkerung über aktuelle Entwicklungen bei Stilllegung, Abbau und Entsorgung von Kraftwerken zu unterrichten. Aus dem Umweltministerium hieß es weiter, dass federführend allerdings das Bundesamt für Strahlenschutz und das Bundesumweltministerium seien. Vor diesem Hintergrund könne Kiel auch keine eigene Bürgerbeteiligung organisieren.

Das Thema steht Donnerstag im Rahmen einer Sitzung des Kreisumweltausschusses ab 18 Uhr im Itzehoer Kreishaus auf der Tagesordnung. Erwartet werden zu dem öffentlichen Termin Referenten aus dem Kieler Umweltministerium.

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erstellt am 18.Feb.2016 | 10:51 Uhr

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