zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 04:37 Uhr

Mathe-Nacht : Zwischen Pizza und Bruchrechnung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

AVS, SSG und KKS beteiligen sich an der Langen Nacht der Mathematik: 400 Schüler knobeln mit Begeisterung.

Rechnen, Knobeln, Freuen und Verzweifeln. All das gehört zur Langen Nacht der Mathematik. An drei Gymnasien der Kreisstadt waren Freitagabend rund 400 mathebegeisterte Schüler dabei.

In der Auguste-Viktoria-Schule herrschte schon zu Beginn eine gespannte Atmosphäre, alle rechneten begeistert mit, berichtete Stefan Karkow, Leiter der Mathefachschaft. 100 Schüler aus allen Klassenstufen, am meisten aus der siebten Klasse, beteiligten sich, darunter auch Anna (12), und das bereits zum dritten Mal. „Mir macht Mathe Spaß“, erzählte die Siebtklässlerin. Mit ihren Freundinnen Lina (12) und Stine (12) löste sie mit Unterstützung von Referendar Samir Benmokhthar die Aufgaben. Es seien viele Brüche und Gleichungen dabei, aber es sei jedes Jahr anstrengend und deshalb keine Überraschung, sagten die Mädchen. Neben den Mathelehrern halfen ehemalige Schüler und zahlreiche Eltern beim Knobeln. Ebenfalls mit von der Partie: Schüler von der Partnerschule Gemeinschaftsschule Wilster. An der AVS fiel um 24 Uhr die Zielflagge – wer dann immer noch Lust hatte, konnte zu Hause weiterrechnen. Für die Verpflegung sorgte die SV mit Pizzabestellungen.

Im Sophie-Scholl-Gymnasium wurde sogar übernachtet. „Das macht alles rund“, erklärte Matthias Dietz. Besonders dieses Erlebnis ziehe viele Schüler an, weswegen das SSG auch mit 170 Mathebegeisterten am Start war. „Manche machen die ganze Nacht durch, morgens wird dann in den Klassen gefrühstückt“, erzählte Dietz. Er ist Fachvorsitzender für Mathematik und knobelte mit seiner sechsten Klasse. „Uns fehlen noch zwei Aufgaben“, sagte Olivia (11), zum zweiten Mal dabei: „Es ist toll, hier mit Freunden zu rechnen.“ Für Ablenkung sorgte die Meldung: „Pizza ist da!“ Da ruhte die Arbeit dank der Bestellung, die am SSG, wie andernorts auch, die Schülervertretung organisiert hatte. Danach ging es „ratzfatz weiter“, sagte Lehrer Gustav Venth. „Die Kommunikation ist sehr gut, und wir sind optimistisch.“

Rund 100 Schüler beteiligten sich in der Kaiser-Karl-Schule und waren gleich zu Beginn sehr erfolgreich. „Die Oberstufe ist schon in der zweiten Runde, und bei den Kleinen fehlt nur noch eine Aufgabe“, berichtete Andreas Schuldt, Leiter der Mathefachschaft. Diese stellte sich später als Fehler im System heraus. „Das kann immer passieren“, sagte Mathelehrer Nico Wabnitz. Auch an der KKS halfen Lehrer, Eltern und Ehemalige.

Während in der Oberstufe die Aufgaben schnell gelöst waren, gab es bei den achten und neunten Klassen Kopfzerbrechen. „Wir sind hier mit vereinten Kräften dabei, die letzten Aufgaben zu lösen“, so Lehrerin Martina Naudiet. Milan (15) hatte die Aktion schon zweimal gut gefallen. Dieses Jahr seien sie „besonders produktiv, denn auch wenn man lange knobeln muss, ermutigt es, wenn man etwas gelöst hat“. Schließlich war der Sprung in die nächste Runde geschafft. „Die Aufgaben sind gut an uns angepasst“, fand Jannick (13), der mit einigen Kumpels arbeitete. Und genau das war der Tenor: „Es hat viel Spaß gemacht, gemeinsam zu rechnen!“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen