Zwischen Geheimschrift und Sütterlin

Die Drei aus der Bücherei (von links) Lis Reimers, Lea Japp und Jette Voss betreuen die Schulbücherei. Foto: Jahnke (2)
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Die Drei aus der Bücherei (von links) Lis Reimers, Lea Japp und Jette Voss betreuen die Schulbücherei. Foto: Jahnke (2)

Tag des Buches an der Gemeinschaftsschule Burg / Herrin der Bücher stellt aktuelle Literatur vor / Organisatoren "positiv überrascht"

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03. Dezember 2012, 07:00 Uhr

Burg | Eine Woche lang stand das Buch im Zentrum des Unterrichts in Burgs Gemeinschaftsschule am Hamberg. Den krönenden Abschluss bildete der Tag des Buches. Eltern und Geschwister waren eingeladen vorbeizuschauen in der Schule. In vielfältiger Form nahmen sich Schüler und Lehrer des Themas an. Deutschlehrer Urs Schmidt-Tolgreve und die Schuleltern organisierten den Tag, wie bereits schon einmal vor acht Jahren.

"Uns braucht man gar nicht erst zu fragen. Wir haben gleich gesagt, wir sind dabei", sagte Lea Japp. Die 14-Jährige leitet zusammen mit Lis Reimers (14) und Jette Voss (13) die Schulbücherei. Rund 600 Bücher vom klassischen Lexikon bis Harry Potter beinhaltet die Bücherei. "Wir verleihen viel an die 5. und 6. Klassen", weiß Lea Japp. Im Durchschnitt zehn Bücher pro Woche werden ausgeliehen, mehr noch aber werden in der Bücherei gelesen.

Bücher brauchen Stützen, so bastelte die ehemalige Grundschullehrerin Helma Dohrn Buchstützen mit den Kindern. Alte Bücher kann man nicht lesen, da ist die Schrift anders. "Das ist Sütterlin." Die ehemalige Berufsschullehrerin Anneliese Langhoff wies die Kinder in Sütterlin ein. Und manchmal steht etwas auf dem Papier, was man nicht sieht. Ein Fall für Chemielehrerin Stephanie Geschke. Die zeigte den Kindern gleich mehrere Varianten von Geheimtinte. Mit Kobaltchlorid verfasste Botschaften etwa muss man über den Toaster halten, um sie sichtbar werden zu lassen.

Burgs "Herrin der Bücher" aber ist Sybille Lorenz vom Buchladen Leselust. Die Buchhändlerin präsentierte an ihrem Stand die Neuerscheinungen im Bereich Roman für die Altersgruppe ab zwölf Jahren. VHS-Vorsitzender Hermann Luther las unter anderem aus seiner Naturlyrik "Burger Au". Teile der Schulband unter der Regie von Musiklehrer Stephan Wolff sorgten für die musikalische Umrahmung des bunten Nachmittags rund ums Buch.

"Ich bin positiv überrascht vom Andrang und hoffe, das die Schüler wieder mehr zum Buch greifen", zog Schmidt-Tolgreve sein Fazit. Und wer Bücher in fremden Sprachen mag, der konnte in der Mensa hören, wie der Brite Simon Tunkin Charles Dickens auf Englisch las.

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