Zwischen Ehe-Alltag und falschen Männern

Küss langsam: Michael und Jennifer Ehnert liefern Szenen einer Ehe.
Küss langsam: Michael und Jennifer Ehnert liefern Szenen einer Ehe.

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30. Juli 2014, 17:19 Uhr

Von Beziehungskomödie bis Musical, von Landleben bis zum Wunschkind – ein breites Programm wird in der nächsten Spielzeit des theater itzehoe im Musik- und Sprechtheater des Aboring G geboten.

>„Küss langsam“: Donnerstag, 18. September, 19.30 Uhr. Dass Männer und Frauen nicht zusammen passen, weiß jeder, doch noch nie sind die Gründe und Auswirkungen so anschaulich, charmant und zum Teil schreiend komisch dargelegt worden wie von Michael und Jennifer Ehnert. Selbst ein Ehepaar, schlüpfen die beiden in die Rollen zweier Schauspieler, die sich bei den Dreharbeiten zur Serie „Küss langsam“ kennen und lieben lernen. Nach drei gemeinsamen Jahren jedoch ist die Beziehung scheinbar völlig am Ende; das Paar wartet auf seinen Termin beim Scheidungsanwalt. In einer einzigartigen Mischung aus Theater, Kabarett und Comedy springen die beiden zwischen Filmszenen und ihrem realen Ehealltag hin und her und bieten so eine rasante Aciton-Komödie und gleichzeitig eine emotionale Achterbahnfahrt.
> Victor/Victoria (Musical): Mittwoch, 5. November, 19.30 Uhr: Graf Victor Gracinski ist das gefeierte Idol von ganz Paris. Dem smarten jungen Mann, der so überzeugend und lebensecht eine Frau darzustellen versteht, fliegen die Herzen nur so zu. Was außer seinem Partner Toddy niemand weiß: In Wirklichkeit handelt es sich nicht um einen Mann, der in Frauenkleider steigt, sondern um eine Frau, die sich – um einen Job zu bekommen – als Mann verkleidet hat, der sich dann als Frau verkleidet.
Dass da schon mal was durcheinander gehen kann, versteht sich von selbst. Das Chaos wird perfekt, als sich Gangsterboss King Marchand in Victor verliebt.

> Giselle (Ballett): Donnerstag, 18. Dezember, 19.30 Uhr.
Giselle, ein Mädchen vom Lande, verliebt sich in Albrecht. Sie ahnt nicht, dass sich hinter der bäuerlichen Verkleidung ein Herzog versteckt und sie ahnt noch viel weniger, dass dieser Herzog bereits verlobt ist. Hilarion, seit langem selbst in Giselle verliebt, trägt entscheidend dazu bei, den Herzog zu demaskieren, doch verliert er Giselle damit ganz: Sie stirbt. Wie an jedem Grab von jungen Bräuten, die vor der Hochzeit betrogen wurden und ihr Leben verloren, tanzen auch an Giselles Grab Geister, die sie in ihren Kreis aufnehmen wollen. Jeder Mann, der ihnen begegnet, wird gezwungen zu tanzen, bis er vor Erschöpfung stirbt.

> Elternabend (Musical): Donnerstag, 22. Januar, 19.30 Uhr. Die eigenen Kinder Fremden überlassen? Ein völlig abwegiger Gedanke! Daher hat „Philipp- und Sara-Mama“ mit befreundeten Paaren zusammen einen Schülerladen ins Leben gerufen. Beim Elternabend soll Dennis, der neue Erzieher, vorgestellt werden, doch bald schon läuft der Abend komplett aus dem Ruder: Die lieben Kleinen, von den Eltern überbehütet und frühstgefördert, sind offenbar ganz anders als ihre Eltern sie sehen und haben möchten. Und wenn man diesen Eltern eine Weile zuschaut und zuhört, dann weiß man auch, woher die Kleinen ihre Unarten haben. Innerhalb von zwei Stunden platzt so manche Illusion, Lebenslügen fliegen auf und eine Ehe geht in die Brüche.

> Das Wunschkind: Donnerstag, 5. März, 19.30 Uhr. Margot Varrel, eine nicht mehr ganz junge Werbeagentin, ist schwanger. Vater des Kindes ist ihr Chef, doch sie kommt nicht dazu, ihm die freudige Nachricht am Telefon zu übermitteln, denn er bietet ihr unerwartet den Aufbau einer neuen Agentur im Ausland an. Kompliziert wird es, als Margot ihre spanische Putzfrau als Leihmutter gewinnt… Gilla Cremer, vor zwei Jahren mit ihrem grandiosen Solo „Mobbing“ in Itzehoe zu Gast, erweist sich auch an diesem Abend als facettenreiche und ausdrucksstarke Darstellerin.
> 1984: 29. April, 19.30 Uhr. Beherrscht von einer diktatorisch herrschenden Staatspartei, die alles und jeden kontrolliert, versucht Winston Smith, obwohl beteiligt an den Manipulationen, sich eine Art Privatsphäre zu sichern. Damit gerät er unweigerlich in Konflikt mit dem System, das bei den Methoden, seine Bürger auf den „rechten Pfad“ zurück zu führen, nicht zimperlich ist.

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