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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 18:19 Uhr

Einsatzbereit : Zwischen Baby und Bescherung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hebamme Renate Dannat aus Kellinghusen: Darum ist eine Geburt zum Fest so schön.

von
erstellt am 25.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Alle warten auf das Christkind. 24 Tage lang haben Adventskalender vielen Steppkes die Warterei versüßt. Andere haben noch mehr Geduld bewiesen, ganze neun Monate – dafür könnten sie heute vielleicht das wohl schönste Geschenk auf Erden in den Händen halten: Das eigene Baby. Wenn die Geburt des Kindes auf Heiligabend fällt, wird der Tag für werdende Eltern zum doppelten Fest. Wenn. Denn der Nachwuchs richtet sich nicht nach irgendwelchen Berechnungen. Für Hebamme Renate Dannat aus Kellinghusen bedeutet ein Stichtag um den 24. Dezember dieses Jahr ein Weihnachtsfest in Rufbereitschaft.

Für die Hebamme kein Problem. Im Gegenteil: „An Heiligabend ein Kind zu bekommen ist doch noch spannender“, findet die 49-Jährige. Weihnachten ist schließlich ein großes Fest um die Geburt schon seit über 2000 Jahren als Maria Jesus das Leben schenkte. Ob nun auf die Beschwerung oder das Baby gewartet wird, so sehr unterscheiden sich das nicht, findet Renate Dannat: „Alle sind in freudiger Erwartung. Die werdenden Eltern können sich auf das Ereignis wie auf eine Feier vorbereiten und sich überlegen: Was ziehe ich an, was essen wir?“

Renate Dannat ist seit 24 Jahren Hebamme, über 1000 Kindern hat sie schon auf die Welt geholfen. „Schon mit drei Jahren wusste ich, dass ich den Beruf ergreifen möchte.“ Heute hat sie ihre eigene Praxis in Wrist, eine Viertelstelle am Klinikum Itzehoe und betreut auch als freiberufliche Hebamme werdende Mütter. In der Zeit war auch schon das ein oder andere „Christkind“ dabei. Doch sie und ihre Familie – Ehemann und fünf Kinder im Alter von 13 bis 26 Jahren – gehen mit den spontanen Arbeitszeiten, die ihr Beruf mit sich bringt, flexibel und gelassen um. „Weihnachten ist ja den ganzen Tag. Wir bereiten das Essen zusammen vor und wenn zwischendurch ein Anruf einer Frau kommt, dass es jetzt los geht, lasse ich den Braten stehen, mache ich mich auf den Weg und meine Kinder schneiden das Gemüse erst einmal alleine weiter.“ Wenn der neue Erdenbürger dann da ist und die Mutter versorgt, geht es für Renate Dannat zurück zu ihren Lieben. „Die warten immer ganz gespannt und wollen wissen, wie es gelaufen ist.“ Die Familie weiß selbst wie es ist, in der Weihnachtszeit Nachwuchs zu erwarten. Der Stichtag für das zweite Kind der Dannats war der 23. Dezember. „Meine Tochter hat sich dann aber noch bis zum 30. Dezember Zeit gelassen. Das Kind kommt eben, wenn es kommt.“

Manchmal gibt es aber auch geplante Weihnachtseinsätze, wenn sie Dienst im Klinikum hat. Wie in vielen anderen Kliniken ist jede der Hebammen entweder an Weihnachten oder an Silvester im Einsatz. Auch dann hat Renate Dannat kein Problem, an Heiligabend zu arbeiten. „Im Kreißsaal herrscht eine besondere Stimmung. Es wird ein Tannenbaum aufgestellt und Kerzen angezündet.“ Aber ob nun Geburt im Kreißsaal, Stall oder zuhause, egal an welchen der 365 Tage, für Renate Dannat zählt nur eines: „Die Erste zu sein, die das Neugeborene auf der Welt willkommen heißt, das ist für mich ein besonderer Moment. Für mich ist jede Geburt ein Fest.“


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