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Schiffsprojekt aus Glückstadt : Zweite Jungfernfahrt der MS Geneva

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Der Glückstädter Schiffbau-Ingenieur Lutz Müller hat ein Containerschiff erfolgreich verbreitert. Das Projekt macht bei anderen Schiffseignern Schule.

Für die „MSC Geneva“ war es die zweite Jungfernreise. Für den Glückstädter Schiffbau-Ingenieur Lutz Müller der Abschluss eines außergewöhnlichen Projektes: Mit 55  000 Tonnen Fracht überquerte die Geneva den Pazifik von Japan nach Mexiko.

Für die Reederei Niederelbe Schifffahrtsgesellschaft Buxtehude (NSB) hatte der Glückstädter Pläne für die Verbreiterung des knapp 300 Meter langen Containerschiffs entworfen. Auf einer chinesischen Werft wurde die Geneva auseinander geschnitten und neue Segmente eingefügt (wir berichteten). Nach der Verbreiterung bietet das Schiff Platz für 6300 Standardcontainer – vorher waren es 4872.

Nach einer ausgiebigen Erprobung, nahm die Geneva nun den Linienbetrieb wieder auf. Was den Glückstädter Ingenieur besonders freut: Die Geneva bietet nach dem Umbau nicht nur mehr Platz, sie verbraucht auch weniger Treibstoff. „Trotz der Kompromisse, die bei der Formgebung zu erwarten waren, verbraucht das Schiff erfreulich wenig im Geschwindigkeitsbereich unter 19 Knoten“, sagt Lutz Müller. „Das ist dem neuen Wulstbug zu verdanken, der speziell zum Brennstoffsparen bei niedrigen Geschwindigkeiten ausgelegt wurde.“

Die NSB betrachtet die Premiere als Erfolg. „Wir haben bereits mit dem Umbau weiterer Schiffe der gleichen Klasse begonnen“, sagt Müller. „An einem Schwesterschiff wird bereits gearbeitet. Für ein drittes Schiff laufen die Vorbereitungen.“ Andere Schiffseigner hätten sich bereits nach dem Verfahren erkundigt, das aus Sicht der NSB eine kostengünstige Möglichkeit bietet, die Wirtschaftlichkeit bestehender Schiffe angesichts der schwierigen Lage im Containertransportgeschäft zu verbessern.

 

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