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BUCH-Projekt : Zwei Frauen und ihr Duell mit Worten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gemeinsam, aber doch jede für sich: Birgit Rentz aus Itzehoe und Elisabeth Löhmann aus München schrieben gemeinsam das Buch „Federspuren“.

Zwei Frauen, eine Idee, 16 Themen, 32 Geschichten – das ergibt: ein Buch. „Federspuren“ heißt es, und der Untertitel ist Programm: „Das einsam-gemeinsame Wortduell“. Birgit Rentz und Elisabeth Löhmann haben es zwar gemeinsam geschrieben, aber doch jede einsam für sich allein. Denn Birgit Rentz lebt in Itzehoe, Elisabeth Löhmann wohnt in München. Erst als etwa zwei Drittel des Manuskripts fertig waren, sind sie sich zum ersten Mal persönlich begegnet.

„Kennen gelernt habe ich Elisabeth vor drei Jahren. Sie suchte eine Lektorin für ihre Heftromane und fand mich im Internet“, erzählt Birgit Rentz. An sechs Romanen haben die Frauen zusammen gearbeitet – und sich so gut verstanden, „dass wir uns gar nicht wieder trennen wollten“. So entstand der Gedanke, ein gemeinsames Projekt zu wagen.

Abwechselnd gaben sich Eisabeth Löhmann (im Buch Liz) und Birgit Rentz (Louise) ein Thema vor. Beide schrieben gleichzeitig unabhängig voneinander ihre Texte. Erst als beide fertig waren, lasen sie sich die Ergebnisse am Telefon vor. „Das war jedes Mal Gänsehaut pur“, sagt die Wellenkamperin.

Die Begriffe reichen von „Wasser“ über „Todsünde“ und „Abstellgleis“ bis zu „Ich will Schokoeis!“. „Manches waren Wunschbegriffe, bestimmte Dinge wollte ich einfach los werden“, erklärt die 50-Jährige. Bei anderen Themen habe es dagegen eine Weile gedauert, bis die Worte sprudelten.

„Es ist viel Persönliches drin, aber auch viel Fantasie“, sagt Birgit Rentz. „Man schreibt sich manche Dinge von der Seele, das ist wie Therapie.“ Gleichzeitig werde aber auch der Spieltrieb bedient. Und so wird mit „Federspuren“ auch die gesamte Gefühls- und Stimmungspalette abgedeckt – von nachdenklich bis fröhlich, von lustig bis düster. Sogar lyrisch wird es zwischendurch. „So bunt wie ein Tuschkasten“ sei das Buch, meint Birgit Rentz.

„Ich hätte nie gedacht, dass es so gut funktioniert“, sagt die Itzehoerin über ihr „kleines Duell“. Sie kenne kein vergleichbares Projekt. „Es ist was ganz anderes als nur eine Geschichtensammlung, es steckt viel mehr dahinter“, betont sie. Und anders als bei ihrem ersten Buch „Wenn du nur an dich glaubst“ – ein Frauenroman über das Abnehmen und die Liebe – ist die Zielgruppe breit angelegt: Männer werden ebenso angesprochen wie Frauen, ältere Menschen genauso wie junge. „Es ist für alle, die ein bisschen Tiefgang wollen“, sagt sie. „Und wer sich drauf einlässt, kann ganz viel rausholen. Es stecken viele Botschaften drin.“

Erste positive Rückmeldungen geben bereits Rückenwind für weitere Ideen. Denn ein Leben ohne das Spiel mit den Worten kann sich Birgit Rentz nicht mehr vorstellen. „Ich liebe, was ich tue“, sagt sie. Dabei ging die Itzehoerin einige Umwege, bis sie ihre Berufung fand. Sie studierte Wirtschaftsinformatik und arbeitete im Bereich der Programmierung, nach der Kinderpause war sie zwölf Jahre lang als Weight-Watchers-Coach tätig, bevor sie zufällig auf einen Journalisten stieß, der ein Buch über ihren Lieblingsmusiker Heinz Rudolf Kunze schrieb. Birgit Rentz brachte sich als Korrektorin ein – daraus entwickelte sich ihr neues Standbein: die Arbeit als freie Lektorin. Der Schritt zum eigenen Buch war dann nur noch ein kleiner. Und natürlich ist ihrem Star Heinz Rudolf Kunze, mit dem alles ins Rollen kam, auch im aktuellen Werk ein Kapitel gewidmet. Es trägt die Überschrift „Die Stimme“.

> „Federspuren“ ist im Engelsdorfer Verlag, Leipzig, erschienen und kostet 12,50 Euro. Infos, Leseproben und Bestellmöglichkeit im Internet unter www.lizundlouise.de. Wir verlosen drei von Autorin Birgit Rentz signierte Exemplare des Buches. Wer gewinnen möchte, sendet bis Montag,11. August, 12 Uhr, eine Mail mit Betreff „Buch“ an kreisredaktion.itzehoe@ shz.de. Bitte vollständigen Absender und Telefonnummer angeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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erstellt am 06.Aug.2014 | 17:00 Uhr

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