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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 18:53 Uhr

Zwei Brände halten Feuerwehr in Atem

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Alarm kam gestern kurz vor 11 Uhr: „Feuer Standard“ in einer Einrichtung für Betreutes Wohnen in der Helenenstraße. Bald nach dem Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr aber gab es große Sorgen, die Alarmierungsstufe wurde erhöht auf „Menschenleben in Gefahr“: Es hieß, eine bettlägrige Patientin sei noch in der betroffenen Wohnung. Einsatzleiter Achim Netzow schickte zwei Trupps unter Atemschutz los, die Drehleiter wurde am Fenster im ersten Stock in Stellung gebracht. Kurz darauf die Entwarnung: Niemand in der Wohnung, der brennende Herd war schnell gelöscht. Brandursache war offenbar angebranntes Essen.

Die 78-jährige Bewohnerin kam vorsorglich ins Krankenhaus, konnte aber bald wieder entlassen werden. Sie war von einer Mitarbeiterin der DRK Schwesternschaft, die den Brandmelder gehört hatte, an der Wohnungstür angetroffen worden, berichtete Gerhard Boll, Leiter des mobilen Dienstes der Schwesternschaft. Diese stellt die Hausdame in der Einrichtung, die ein Kieler Unternehmen betreibt. In 34 Wohnungen leben rund 40 Mieter – zunächst sei eine Evakuierung angelaufen, so Boll. Sechs Angestellte des Pflegedienstes wurden zusammengezogen, auch Boll selbst eilte in die Helenenstraße. Weitere Mitarbeiter wurden am Sitz der Schwesternschaft im Klosterforst in Reserve gehalten, zudem habe es Notfallpläne gegeben, um Betroffene im Cläre-Schmidt-Senioren-Zentrum unterzubringen. „Das war nicht notwendig, die Situation hat sich wieder zügig entspannt.“

So konnten rund 25 Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen, der Rettungsdienst mit mehreren Autos und die Polizei wieder abrücken. Netzow war erleichtert, denn bei einem Brand in einer solchen Anlage könne die Lage schnell deutlich bedrohlicher werden: „Wer hier wohnt, ist nicht so gut zu Fuß.“

Schon am Abend zuvor hatte die Feuerwehr gegen 23 Uhr ein Auto löschen müssen, das an der Kreuzung Grunerstraße / Adolf-Rohde-Straße in Brand geraten war. Dem 25-jährigen Fahrer des A-Klasse-Mercedes’ waren während der Fahrt Flammen aus dem Armaturenbrett entgegengeschlagen. Er stoppte seinen Wagen, der allerdings völlig ausbrannte.

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erstellt am 04.Nov.2014 | 13:00 Uhr

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