Hochwasser : Zustand der Deiche bedenklich

In Sorge: Max Granzow mit seiner Frau auf dem Bramau-Deich.
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In Sorge: Max Granzow mit seiner Frau auf dem Bramau-Deich.

Der Wrister Max Granzow ist in Sorge. Nur knapp konnte beim jüngsten Hochwasser sein Hab und Gut gerettet werden. Jetzt hat er einen offenen Brief an den Umweltminister geschrieben.

shz.de von
21. Januar 2015, 05:10 Uhr

Langsam entspannt sich die Lage. Aber das Hochwasser der vergangenen Tage und Wochen hat Spuren hinterlassen. Den Wrister Max Granzow hat es sogar dazu angeregt zu handeln. Er hat jetzt einen offenen Brief an den Landwirtschafts- und Umweltminister Robert Habeck (Grüne) geschrieben, um über die gefährdeten Deiche im Hochwassergebiet an Stör und Bramau zu informieren.

Ganz speziell geht er auf den Zustand des Abschnitts Eken in Wrist ein und auf die Situation, als die Hilfskräfte am Heiligabend gerufen wurden, um das Wasser an der Bramau-Brücke in der Bokeler Straße über die Brücke zu pumpen. Sonst wäre möglicherweise der Deich übergelaufen oder gebrochen – Familie Granzow und weitere Anlieger – wie auch der Inhaber eines Lebensmittelmarkts – fürchteten um ihr Hab und Gut. Doch die Feuerwehren aus Wrist und Umgebung handelten konsequent und verhinderten Schlimmeres.

In seinem Brief an das Umweltministerium macht Max Granzow unter anderem den hohen Wasserstand der Stör am Zusammenlauf der Bramau kurz vor Wittenbergen (Höhe Kaisermühle ) verantwortlich, da gerade an dieser Stelle der Fluss stark versandet ist und ein Abfließen erschwert werde. Als „Beweis“ führte Granzow an, dass stromabwärts die angrenzenden Störwiesen nicht überflutet waren und die Stör einen normalen Wasserstand führte. Deshalb fordert der Wrister vom zuständigen Minister Robert Habeck, dass die Stör zumindest auf Höhe des Zusammenfluss Bramau/Stör ausgebaggert wird und die Deiche im oberen Flusslauf der Bramau in Wrist verstärkt werden. Nur so könnten die Bewohner von Wrist und der Nachbargemeinde Wulfsmoor bei künftigen Hochwassersituationen besser geschützt werden.

Und Max Granzow ist nicht allein: Unterstützt wird die Aktion durch eine Unterschriftensammlung in Wrist, Wulfsmoor und Kellinghusen. Die Initiatoren rechnen mit weit über 1000 Einwohner, die diese Aktion mittragen und mit Nachdruck in Kiel auf das Problem aufmerksam machen wollen.

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