Zurück zum Duckdalben

Ein Meter Seemannsmission zum Abschied: (v.l.) Jan Oltmanns, Maike Puchert und Leon Meier. Foto: Kolz
Ein Meter Seemannsmission zum Abschied: (v.l.) Jan Oltmanns, Maike Puchert und Leon Meier. Foto: Kolz

Maike Puchert hat keine Angst vor großen Schiffen: Diakonin der Seemannsmission wechselt nach Hamburg

shz.de von
06. September 2012, 03:59 Uhr

Brunsbüttel | "Brunsbüttel wird meine Seemannsmission des Herzens bleiben." Diakonin Maike Puchert verlässt nach zwei Jahren die Deutsche Seemannsmission Brunsbüttel und ist ab sofort bei der Station Hamburg-Harburg beschäftigt. Der Abschied ist ihr nicht leicht gefallen, obwohl sie gern nach Hamburg zurückgeht. Dort liegen ihre Anfänge, im Hamburger Duckdalben hat sie erste Erfahrungen mit der Seemannsmission gemacht.

Sie kam vor zwei Jahren als Berufsanfängerin direkt von der Hochschule nach Brunsbüttel und ist gleich voll eingestiegen. In Brunsbüttel hatte Maike Puchert nur einen Vertrag für drei Jahre erhalten, der im nächsten Jahr ausgelaufen wäre. "Keiner weiß, wie es dann weiter gegangen wäre."

Darum hat sie sich auf die Stelle in Hamburg-Harburg beworben. Allen Unkenrufen zum Trotz ist Brunsbüttel für sie ein Anker gewesen. "Hier habe ich gelernt, dass das, was ich mache, genau das ist, was ich machen will." Die Arbeit mit den Seeleuten macht ihr Spaß und sie habe erkannt, dass ihre Berufswahl richtig ist. In der Hansestadt gibt es drei Stationen der Deutschen Seemannsmission, die alle eigenständig arbeiten. Angestellt ist Maike Puchert beim Verein Hamburg-Harburg, der auch den Duckdalben unterhält, wo Puchert ein Büro bezogen hat. Die Diakonin wird auch für die Stationen Krayenkamp und Altona tätig sein.

In Wilhelmshafen ist Puchert geboren, in Hamburg hat sie studiert und acht Jahre im Duckdalben bei Jan Oltmanns Seeleute betreut. In Brunsbüttel hat sie zwei Jahre lang gute Kontakte zu den Seeleuten, Agenturen und Behörden aufgebaut. In Hamburg möchte sie ihr Netzwerk ausbauen und sich bei den Schiffsbesatzungen bekannt machen, denn "es ist wichtig zu der Person im Hafen ein Gesicht zu haben". Die Aufgaben in Hamburg sieht sie als neue Herausforderung. Nach Brunsbüttel wird sie gern wieder kommen und hat sich über die Einladung zum Sommerfest 2013 gefreut. In Dithmarschen hat sie viele tolle Menschen kennen gelernt. "Die Leute hier sind sehr weltoffen und aufgeschlossen."

Der Brunsbütteler Stationsleiter Leon Meier hatte für seine Mitarbeiterin ein Abschiedsgrillen organisiert und überreichte Maike Puchert ihre Dienstjacke, eine "Port Chaplain Maike"-Tasche und für alle Fälle einen Dollar sowie einen Meter Seemannsmission. In dem Holzständer sind Bierflaschen aus Ländern, in denen die Deutsche Seemannsmission vertreten ist.

Duckdalben-Leiter Jan Oltmanns war extra aus Hamburg in die Schleusenstadt gekommen, um seine ehemalige Mitarbeiterin zurück an Bord zu begrüßen. "Heute sind wir Kollegen auf Augenhöhe", freute er sich auf die Zusammenarbeit und erwähnte: "Es gab viele gute Bewerber - und Maike."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen