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Verein für Gemeindepflege : Zurück zu den Wurzeln

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Verein für Gemeindepflege hat sich nach dem Verkauf des Pflegedienstes neu aufgestellt.

Der traditionsreiche Verein für Gemeindepflege (VfG) gewinnt seinen guten Ruf zurück. Nach heftigen Turbulenzen ist der ehemals von Kirche, Kommune und Kaufmannschaft gegründete Verein raus aus den Schlagzeilen und überzeugt wieder durch Leistung. Unter seiner Trägerschaft arbeiten derzeit die Kitas „Kastanienalle“, „Stechelsweg“ sowie der Waldkindergarten „Waldwühlmäuse“. Gut angenommen wird außerdem ein soziales Projekt für ältere Mitmenschen, welches zukünftig auf den ländlichen Raum ausgedehnt werden soll. In der Seniorenarbeit kooperiert der VfG zudem mit dem Mehrgenerationenhaus.

Gelungen ist die komplette Neuaufstellung mit Jens Thomsen, der 2012 Vorsitz und Geschäftsführung übernahm. Im Sozialausschuss zog der hauptberuflich als Kämmerer in Halstenbek tätige VfG-Chef jetzt Bilanz. Unendlich viel Arbeit, ein Super-Team sowie geballtes Wissen im Vorstand nannte Thomsen als Zutaten für den erfolgreichen Neustart. „Wir arbeiten jetzt auf einem sehr guten Fundament.“ Um dem herunter gewirtschafteten Verein eine solide Basis zu verschaffen, war zunächst ein schmerzlicher Schnitt notwendig. Die Trennung von der Gemeindepflege – einstige Säule im sozialen Bereich – erwies sich als unumgänglich (wir berichteten). Im Oktober 2012 gelang der Verkauf an die Pflegediakonie. Der erzielte Erlös in Höhe von 75 000 Euro spülte die dringend benötigten Mittel in die VfG-Kasse. „Dadurch war der Verein entlastet und die Insolvenzgefahr nicht mehr gegeben“, erklärte Thomsen.

Positiv vermerkte er: Alle Altverträge wurden übernommen, außerdem sei die Pflegediakonie dem Verein als zahlendes Mitglied beigetreten.

Ein sichtbares Zeichen des Neubeginns setzte der VfG mit dem Umzug in die Kastanienallee. Die Heimkehr zum alten Stammsitz sollte den erfolgten Wandel anzeigen. „Wichtig war uns aber auch die Nähe zu den Kitas“, so Thomsen. Die Einrichtungen für den Nachwuchs waren vom VfG-Tohuwabohu nicht verschont geblieben. Fehlende Basisdaten und kaum verwaltungstechnische Grundlagen verlangten auch dort einen Anfang bei Null. In der Kastanienallee übernahm die langjährige Stellvertreterin Bianca Schwarz-Gewallig die Leitung. Im Stechelsweg wurde Berith Knudsen als neue Leiterin eingestellt. „In zahlreichen Mitarbeiter- und Betriebsratsgesprächen haben wir es hinbekommen, eine saubere Basis zu schaffen“, erklärte Thomsen.

Wichtig für ihn: „Alle Mitarbeiter werden nun endlich tariflich bezahlt.“ Und: Alle Entscheidungen seien in sehr enger Abstimmung mit den Kommunen und den kommunalen Vertretern getroffen worden. Was die Eltern der Kita-Kinder freuen dürfte: Die Öffnungszeiten passen sich laufend dem Bedarf an. Im „Stechelsweg“ kann der Nachwuchs derzeit durchgängig von 7 bis 17 Uhr betreut werden. Die „Kastanienallee“ öffnet von 7 bis 14 Uhr und die „Waldwühlmäuse“ von 8 bis 13 Uhr. Ein neues pädagogisches Konzept sowie die Einrichtung einer Ferienbetreuung für Grundschulkinder in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten des Amts sind weitere gute Nachrichten.



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erstellt am 18.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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