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Pohl-Boskamp : „Zurück in die Zukunft“ gewinnt Betriebsratswahl

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vier Listen traten zur Betriebsratswahl beim Hohenlockstedter Pharma-Unternehmen Pohl-Boskamp an.

Das Pharmaunternehmen Pohl-Boskamp hat einen neuen Betriebsrat. Die Wahl wurde laut Geschäftsführung notwendig, weil die Mindestzahl an Betriebsratsmitgliedern unterschritten worden war.

Von der Wahl versprachen sowohl die Geschäftsleitung als auch die Kollegen einen demokratischen Neuanfang. 30 Kandidatinnen und 15 Kandidaten stellten sich auf vier Listen zur Wahl. Sie bewarben sich um elf zu besetzende Sitze im Betriebsrat. 467 von 562 Firmenmitarbeiter gaben ihre Stimmen ab, das entsprach einer Wahlbeteiligung von 83 Prozent.

Die Vorschlagsliste eins „Sicherheit durch Erfahrung“ (Spitzenkandidatin Martina Schütt) erhielt 77 Stimmen und damit zwei Sitze. Die Liste zwei „Deine Wahl für soziale Gerechtigkeit, Bildung und Gesundheit“ (getragen von Mitgliedern des alten Betriebsrates mit dem Spitzenkandidat Tobias Klaassen ) vereinigte 96 Stimmen auf sich und erhält ebenfalls zwei Sitze im neuen Gremium. Sieger der Wahl wurde die Liste drei „Zurück in die Zukunft“ (Spitzenkandidatin Theresa Wieden) mit 240 Stimmen, entsprechend 6 Sitzen. „Der neue frische Wind“ (Spitzenkandidatin Nicole Wieser) bekam 54 Stimmen und damit einen Sitz.

Das endgültige mit allen Namen versehene Ergebnis wird verkündet, sobald von allen Gewählten die Bestätigung vorliegt. In ein bis zwei Wochen wird der Wahlvorstand zu einer konstituierenden Sitzung des Betriebsrates einladen. Dort wird dann der neue Betriebsratsvorsitzende gewählt.

„Jetzt steht eine Sitzverteilung fest, bei dem die Liste mit den alten Betriebsräten nur noch 2 Sitze von 11 Sitzen erlangt hat. Mit gewählten 9 neuen Betriebsratsmitgliedern hat die Belegschaft eindeutig für einen demokratischen Neuanfang gestimmt“, heißt es von Seiten Geschäftsführung zur Wahl.

Wie berichtet, war das Verhältnis zwischen Firmenleitung und Betriebsrat mehr als gespannt, der Betriebsrat sah sich in seiner Arbeit massiv eingeschränkt, die Firmenleitung drohte, weil es kein Vertrauensverhältnis mehr gab, mit Kündigungen. Desweiteren hatten auch Mitarbeiter beim Arbeitsgericht eine Enthebung des Betriebsrates beantragt.

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erstellt am 01.Feb.2014 | 15:58 Uhr

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