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Zur Einweihung gab es ein großes Buffett aus Lebensmittelspenden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2014 | 16:53 Uhr

Zum „Last Dinner“ hatte die Glückstädter Tafel am Donnerstagabend eingeladen. Gefeiert wurde der Umbau des Gebäudes an der Königsberger Straße, in dem neben dem Sozialkaufhaus die Tafel untergebracht ist. Zugleich wollten die Initiatoren deutlich machen, welche unvorstellbaren Mengen genießbarer Lebensmittel täglich auf den Müll wandern, während es genügend Menschen gibt, die auf diese – unverdorbene – Ware angewiesen ist.

„Letztes Abendessen“ – das hat etwas Finales, klingt ein wenig makaber. Tatsächlich soll der Begriff deutlich machen, dass die verwendeten Lebensmittel eben doch noch genießbar seien. Dass dies stimmt, verdeutlichte das Küchenteam der Tafel eindrucksvoll. Aufgefahren wurde in der neuen Essensausgabe ein Buffett, bei dem sich beinahe die Balken bogen. Es gab Wraps (Pfannkuchen mit Salatfüllung), eine vegetarische Suppe und eine mit Würstchen, Obstkompott und mit Schokolade überzogenes Obst. Das Besondere dabei, so Tafel Koordinator Horst-Günter Scheer: „Die Lebensmittel wurden uns vor zwei Tagen gespendet.“ In der Regel also Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben. Dass sie deshalb noch längst nicht gleich Abfall waren, wurde am Donnerstag deutlich. Zu den Gästen, viele kamen aus der Nachbarschaft, gehörte neben dem stellvertretenden Landrat Dr. Heinz Seppmann auch Glückstadts Bürgermeister Gerhard Blasberg. Der ließ sich ungeachtet sommerlicher Temperaturen eine Suppe schmecken. Sein Fazit: „Ausgesprochen lecker!“ Anregungen zum Nachmachen lieferte das international besetzte Küchenteam gleich mit: Auf den Stehtischen lagen kleine Rezepthefte. „Wir haben viele Gäste hier, super!“, freute sich AWO-Geschäftsführer Martin Meers. Die Arbeiterwohlfahrt steht hinter den Tafeln in Glückstadt, Brunsbüttel, Marne und Meldorf.

Insgesamt 18 Frauen verschiedener Nationalitäten arbeiten bei der Kulturbrücke unter Leitung von Julia Duda mit. Sie befassen sich mit deutscher Geschichte, Politik und Kultur – und versuchen mit Hilfe der Arbeitsagentur Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen.

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