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Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 21:12 Uhr

Arbeitsrecht : Zukunftsrisiko Minijob

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ausstellung mit Vortrag und Beratungsangebot ab 25. Januar in der Stadtbibliothek Itzehoe.

von
erstellt am 16.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Sie sind beliebt, bieten aber wenig Zukunft: Minijobs. Auf Chancen und Risiken dieser Beschäftigungsform geht eine Ausstellung ein, die vom 25. bis 29. Januar in der Stadtbibliothek Itzehoe, Hinterm Klosterhof 31, stattfindet. Eine Initiative der Beratungsstelle Frau & Beruf in Zusammenarbeit mit den Gleichstellungsbeauftragten Tinka Frahm (Kreis), Karin Lewandowski (Itzehoe) und Wiebke Tischler (Amt Kellinghusen). Zur Ausstellungseröffnung am Montag, 25. Januar, um 18 Uhr wird Perke Heldt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Nordwest einen Vortrag zum Thema „Umstrittene Minijobs“ halten. Und Frau & Beruf wird im Rahmen der Ausstellung am Donnerstag, 28. Januar, von 16 bis 19 Uhr ebenfalls in der Stadtbibliothek eine offene Beratungsstunde zu Fragen rund um den Minijob anbieten. „Natürlich können Frauen jederzeit auch mit uns Kontakt aufnehmen und sich individuell einen Termin für ein Beratungsgespräch holen“, betont Beraterin Astrid Nielsen von Frau & Beruf. Sie ist erreichbar unter 04821/40302854 oder E-Mail: Nielsen@frauundberuf-egeb.de.

Bewusst haben die Initiatorinnen die Stadtbibliothek als Veranstaltungsort gewählt, um möglichst viele Interessierte zu erreichen. Menschen, die im Minijob arbeiten ebenso wie Arbeitgeber. Denn vielen sei nicht bewusst, dass Minijobs höhere Steuerabgaben ausmachen als eine reguläre Beschäftigung, so Nielsen. Gemeinsam mit Traute Jankowski-Seebandt, Leiterin der Stadtbibliothek, erläuterte sie im Pressegespräch die Hintergründe der Ausstellung. 63 Prozent der Frauen im Kreis sind in Minijobs tätig. Eine Beschäftigungsform, die im vergangenen Jahr vom DGB zum Landesthema gemacht worden ist, um auf die Risiken aufmerksam zu machen. Oft wählen Frauen den Minijob in der Hoffnung, darüber wieder in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu kommen. „Die Erfahrung zeigt, dass der erwünschte Brückeneffekt nicht stattfindet“, sagt Astrid Nielsen – und zieht das Fazit: „Je länger ein Minijob, desto schwieriger ist es, reguläre Arbeit zu finden.“ Minijobber bräuchten echte berufliche Chancen. Ein wichtiger Punkt in der Beratung sei daher auszuloten, welche beruflichen Möglichkeiten es gibt. Zudem könnten Fragen zum Arbeitsrecht in Zusammenhang mit Minijobs beantwortet werden. Oft sei Minijobberinnen nicht klar, dass sie gleiche Rechte wie regulär Beschäftigte haben: etwa bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und dem gesetzlichen Urlaubsanspruch.

Das gesamte Spektrum des Themas reflektiert die Wanderausstellung aus Nordrhein-Westfalen anhand von Beispielen. Vier Frauen aus verschiedenen Berufen und unterschiedlichen Alters werden präsentiert. Und es gibt Vorschläge, eingehend auf Midijobs ab 400 bis 800 Euro und mögliche politische Entscheidungen. Ergänzend zur Ausstellung bietet die Stadtbibliothek Literatur zum Thema, wie Traute Jankowski-Seebandt ergänzt. Sie ist sicher, dass die Ausstellung viele Frauen ansprechen wird.  

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