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Zukunftskonzept für die Beruflichen Schulen in Dithmarschen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der demografische Wandel, neue Techniken, veränderte Ansprüche der Wirtschaft: Das Bild der Berufsschule der Zukunft wird sich ändern. Ob das BerufsBildungsZentrum (BBZ) Dithmarschen dafür gewappnet ist, will der Kreis herausfinden. „Berufliche Schulen in Dithmarschen 2020“ lautet das Konzept, für das das Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe in Oldenburg sowie das Architekturbüro Rothmann und Partner in Hamburg als Gutachter beauftragt wurden. Sie sollen Handlungsansätze für einen Zeitraum von fünf Jahren als auch darüber hinaus gehende Perspektiven bis zum Jahr 2020 entwickeln. Neben inhaltlichen Schwerpunkten erwartet der Kreis Aussagen zu fiskalischen Aspekten, Standorten und Gebäuden.

Eigentlich sollten die Arbeiten an dem Konzept schon längst laufen. Bereits Anfang 2012 wurden dafür die Beschlüsse im Schul- und Kulturausschuss des Kreises beschlossen. Doch dann kam die Insolvenz der Kreishandwerkerschaft dazwischen, womit das ÜAS-Gelände in Meldorf zur Disposition stand und der Kreis seine Rückkaufrechte geltend machte. Damit änderte sich die Ausgangslage. „Wir haben lange überlegt, ob wir das Gelände in das Konzept mit aufnehmen“, erklärte der Leitende Kreisverwaltungsdirektor Christian Rüsen den Mitgliedern im Schul- und Kulturausschuss.

Letztendlich entschied sich der Kreis dafür, dass die Gebäude, in die inzwischen Mieter eingezogen sind, von den Gutachtern mit unter die Lupe genommen werden sollen. Ob sie später für die Berufsschule genutzt werden, sei aber vollkommen offen, so Rüsen.

„Es ist gut, nicht blauäugig zu verfahren, sondern realistisch alle denkbaren Entwicklungen und Konsequenzen durchzuspielen“, so Landrat Dr. Jörn Klimant. Nur damit werde der Kreis seiner Verantwortung gegenüber Bürgern, der Schülerschaft, den Auszubildenden, den Lehrerkollegien sowie der Wirtschaft und den Unternehmen vor Ort gerecht. Rund 100 000 Euro sind für das Konzept veranschlagt worden, das von der Aktiv Region mit 46 000 Euro gefördert wird.

Die Weiterentwicklung des Berufsschulstandorts Dithmarschen ist schon jetzt ein drängendes Kernthema. Klimant: „Um im stärkeren Wettbewerb mit umliegenden Berufsbildungszentren und Berufsbildenden Schulen bestehen zu können, müssen wir unser BBZ-Profil weiter schärfen.“ Die demografische Entwicklung macht Dithmarschen zu schaffen. Im Vergleich zu 2009 nimmt die Zahl der Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren bis zum Jahr 2025 um rund 2300 (29 Prozent) ab. In der Altersgruppe zwischen 20 und 25 Jahren sind es 1500 (21 Prozent). Auswirkungen auf das BBZ mit derzeit rund 4300 Schülern sind damit programmiert. „Es geht uns um die Zukunftsfähigkeit der Berufsschule“, macht Rüsen deutlich.

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erstellt am 10.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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