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Einschreibungsfeier : Zünftige Feier für Handwerker-Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Knapp 1000 junge Männer und Frauen kamen zur zentralen Einschreibungsfeier im Handwerk nach Horst.

Das Publikum holte sie mit rhythmischem Klatschen hinter dem Vorhang vor, sie zogen zu flotter Musik mit ihren Schildern ein, viele trugen Zunftkleidung: Knapp 1000 junge Männer und Frauen, die in den vergangenen Monaten eine Ausbildung im Handwerk begonnen haben. Bei einer zentralen Einschreibungsfeier in der Horster Elbmarschenhalle trugen sich Bauhandwerker, Installateure, Elektriker, Friseurinnen, Metaller, Tischler, Dachdecker, Maler, Fleischer und eine Schornsteinfegerin aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg in die traditionellen Lehrlingsrollen ein.

Verwandte, Freunde und Honoratioren vom Sparkassenvorstand bis zum Bundestagsabgeordneten saßen dabei, als die jungen Leute offiziell in ihre Lehre starteten.

Helmut Rowedder (Foto), Kreishandwerksmeister für Pinneberg und Steinburg, betonte in seiner Begrüßung die Rolle des Handwerks zwischen Althergebrachtem und Moderne: „Wir im Handwerk lieben unsere Traditionen, wir sind modern und offen für alles Neue.“ Wuchtige hölzerne Laden waren aufgestellt in denen die Zünfte seit jeher ihre Dokumente verwahren. Rowedder eröffnete die Veranstaltung mit den traditionellen drei Hammerschlägen – und im Showteil traten Elmshorner Cheerleader auf und führten die zeitgenössische Variante des Anfeuerns vor. Als Höhepunkt stemmten die Mädchen Landeswirtschaftsminister Reinhard Meyer in die Höhe.

Dass das Umgehen mit unvorhergesehenen Pannen zum Handwerk gehört, bekamen die angehenden Gesellen auch gleich vorgeführt: Mitten im Auftritt der Cheerleader fiel eine Sicherung und damit die Musik aus, was die Sportlerinnen allerdings nicht bremste.

„Über die Akademisierung haben wir ein wenig vergessen, für die duale Ausbildung zu werben“, räumte Minister Meyer ein. Der Präsident der Lübecker Handwerkskammer, Günther Stapelfeldt, kündigte eine neue Kampagne mit neuer Agentur an, die sich vor allem an junge Leute wenden soll. Lehrstellenbewerber werden langsam knapp, gleichzeitig werden in den kommenden Jahren viele Handwerker Nachfolger für ihre Betriebe suchen. „Wer seine Ausbildung abschließt, wird nahtlos einen Arbeitsplatz finden“, versprach Stapelfeldt den Lehrlingen.

Teil der Feier war die Ehrung der Landesbesten in Berufswettbewerben. Einer von ihnen, der Bäcker Reiner Thomas, spornte im schriftlichen Grußwort von seiner Reise zum Bundeswettbewerb, den Nachwuchs an: „Dinge, die man gerne macht, macht man erfolgreich.“

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