Amtswehr : Zu wenig Stimmen – zweiter Bewerber zieht Kandidatur zurück

Wahlen und Beförderungen   (von links): Harald Heeren (Amtswehrführer), Michael Delfs (stellvertretender Wehrführer von Mühlenbarbek), Thomas Struckmann (Fitzek), Jan Gripp (neuer Stellvertretender Amtswehrführer) und Frank Raether (Kreiswehrführer).
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Wahlen und Beförderungen (von links): Harald Heeren (Amtswehrführer), Michael Delfs (stellvertretender Wehrführer von Mühlenbarbek), Thomas Struckmann (Fitzek), Jan Gripp (neuer Stellvertretender Amtswehrführer) und Frank Raether (Kreiswehrführer).

Die Wahl zum stellvertretenden Amstwehrführer muss wiederholt werden, ein Kandidat zog zurück.

shz.de von
19. November 2013, 05:00 Uhr

Irritation bei der Delegiertenversammlung der Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Kellinghusen. Dort mussten die Feuerwehrleute zwei neue stellvertretende Amtswehrführer wählen. Denn die alten führen ihr Amt nicht fort – Thomas Gerth aus Lockstedt aus gesundheitlichen sowie Uwe Schröder aus Sarlhusen aus persönlichen Gründen. Während Jan Gripp, stellvertretender Wehrführer in Oeschebüttel, mit 67 Stimmen klar gewählt wurde, erhielt der zweite Kandidat, Sönke Benn, Gerätewart in Kellinghusen, lediglich 32 Stimmen, der Rest enthielt sich. „Wenn mir nur so wenige das Vertrauen aussprechen, nehme ich die Wahl nicht an“, reagierte er auf das Ergebnis.

„Er war wohl bei den meisten nicht bekannt genug“, vermutete Amtswehrführer Harald Heeren als Begründung und bedauerte dies. „So wird Uwe Schröder sein Amt noch bis zur nächsten Hauptversammlung im ersten Quartal 2014 weiter führen, wo dann ein neuer Anlauf für die Wahl eines Nachfolgers gestartet wird“, kündigte Harald Heeren an.

Wenig Beifall erhielt Jürgen Rebien, Leiter des Fachbereiches Bürgerdienste im Amt Kellinghusen, für eine Mitteilung. „Nach einem Erlass vom Innenministerium aus Kiel sollen alle Vermögenswerte der Feuerwehren in ganz Schleswig-Holstein für einen Gesamtüberblick erfasst werden“, erläuterte er. Durchführen solle das die Verwaltung, die dafür wiederum die Meldungen aus den einzelnen Wehren erhalten müsse. „Wir müssen also angeben, wie viele Schläuche, Leinen und technisches Gerät wir in jeder einzelnen Wehr haben“, bestätigte Harald Heeren. „Das können ganz schnell mal bis zu 4000 Einzelteile sein.“ Noch gut zwei Jahre haben die Wehren für die Bestandsaufnahme.

Bekannt gegeben wurden darüber hinaus Termine für Ausbildung und Lehrgänge jüngerer Feuerwehrleute. Vier Wehren in Brokstedt, Sarlhusen, Kellinghusen und Wrist schalten dem Vorbereitungslehrgänge, beispielsweise über Gerätekunde, vor und bereiten diese federführend vor, damit die neuen Feuerwehrleute nicht unbedarft zum Lehrgang gehen müssen.

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