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Zu wenig Bauland: Bürgerforum kritisiert Stadt

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erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

KELLINGHUSEN | Ein eigenes Häuschen im Grünen - in der Störstadt werden junge Familien sich diesen Traum nicht erfüllen können. Der Grund dafür: Es gibt schlicht keine Bauplätze. Im Bürgerform wurde der Mangel an Bauland heftig kritisiert. "Wie kann es angehen, dass Kellinghusen niemals zur rechten Zeit Bauland vorhält?," fragte Uwe Siehl. Nur ein einziger Bauplatz sei vor Ort derzeit zu haben, war dem Forumsmitglied von der zuständigen Baubehörde mitgeteilt worden. Nicht erwähnt worden sei die Ausnahme eines Gebiets für Sondergebäude in der Brauerstraße. Kaum glauben mochten die Forumsmitglieder im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung, was Siehl außerdem erfahren hatte: "An dieser Situation wird sich auch demnächst nichts ändern."

Ein neues Baugebiet durch einen Privatinvestor solle zwar entstehen. Doch für diese Fläche westlich der Gemeinschaftsschule auf dem ehemaligen Kleingartengelände an der Hermannstraße ist offenbar noch kein Bebauungsplan erstellt. "An eine Bebauung ist also vor 2015 nicht zu denken", so Siehl. Dabei habe die Stadt Familien mit Kindern von der Krippe bis zum Abitur viel zu bieten. Als Magnet für berufstätige Pendler werde sich zusätzlich die Reaktivierung der Bahnstrecke erweisen. "Die Einwohnerzahl geht auch bei uns zurück, da muss insbesondere mit Baugrundstücken gegengehalten werden." Die Politik habe sich jedoch immer schwer getan, Bauwilligen zeitgerecht Baugebiete oder Bauplätze anzubieten. "Das hat sich leider bis heute nicht geändert", so Siehl.

Vor Ort wird stets bis zum Verkauf des letzten Baugrundstücks des letzten Baugebiets abgewartet. Die Folge: Mit dem Ankauf von Flächen, der Erstellung von Flächennutzungsplänen und der Ausweisung von neuen Baugebieten verstreichen jeweils viele wertvolle Jahre. Damit Häuslebauer die Störstadt nicht komplett aus dem Blick verlieren, regt das Bürgerforum an, schnellstmöglich die große Koppel östlich der Kaserne vom Eigentümer Bund zu erwerben und einer Bebauung zuzuführen. "Die Fläche ist im F-Plan als Baugebiet für Wohnbebauung sowie für Gewerbe ausgewiesen." Sollte die Stadt nicht in der Lage sein, das Projekt zu finanzieren, dann sollte zügig nach einem Investor gesucht werden.

Allerdings wurde im Forum die Frage laut, wie andere Gemeinden und Städte es schaffen, selbst Baugebiete zu finanzieren. Einig waren sich die Mitglieder: Nur wenn das Projekt zeitnah angefasst werde, wäre für die Jahre nach 2018 ein nahtloser Anschluss an die Baugebiete 2015 möglich. Dringend angeraten wurde außerdem, dass nach dem letzten gescheiterten Bebauungsversuch bei den Politikern offenbar in Vergessenheit geratene städtische Gelände "Laurinatskoppel" als Baufläche erneut in Erwägung zu ziehen.

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