zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 04:52 Uhr

Problem: : Zu wenig Atemschutzträger

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Dienstversammlung der Spitzen im Amtswehrbereich. 468 Feuerwehrleute in Wilster und der Wilstermarsch aktiv.

Einen interessanten Querschnitt der Feuerwehrarbeit im Amtsbereich Wilstermarsch bot die Dienstversammlung, zu der Amtswehrführer Thorsten Heins die Spitzen aller Feuerwehren sowie Gäste im Amt Wilstermarsch begrüßte. In seinem Jahresbericht sprach Heins von einer guten Zusammenarbeit zwischen der Stadtwehr Wilster und den Wehren im Amt, in denen 468 Feuerwehrleute aktiv sind. „Davon über 100 Atemschutzgeräteträger, von denen aber ein großer Teil nicht einsatzfähig ist“, wies Thorsten Heins auf ein internes Problem hin. Auch der Atemschutzbeauftragte Peter Whynanek rief seine Leute auf, die Atemschutzstrecke in Nordoe und die erforderlichen Unterweisungen wahrzunehmen. „Ohne Schein dürft ihr nicht unter Gerät arbeiten“, betonte er. Die Bestimmungen geben auch vor, dass die für einen Atemschutz-Notfall erforderlichen Mittel im Einsatzfahrzeug vorhanden sind. „Es gibt Rettungstaschen, mit einer schnellen Handhabung im Ernstfall“, so Whynanek, allerdings kostet eine Tasche zirka 1200 Euro. Der Amtswehrführer vom Amt Itzehoe-Land, Thorsten Beuck, warb für die Lehrgänge auf Kreisebene, die auch Atemschutzträger in Anspruch nehmen sollten.

Der Funkbeauftrage Manfred Sallach teilte mit, dass das Ausbilderkonzept für den Digitalfunk vorliegt. Dirk Oesau ergänzte, dass bei reibungslosem Ablauf von Ausschreibung und Bestellung im Herbst die erste Auslieferung der neuen Digitalgeräte erfolgen könnte.

„Fit for Fire ist noch aktiv“, wenn auch mit schwankender Beteiligung, wie Sportwart Dirk Sühl erklärte. Er hat durch Lena Dohrn eine Co-Trainerin, die neue Ideen einbringt und jeweils dienstags um 19.30 Uhr in der Sporthalle in Brokdorf für die Fitness der Feuerwehrleute sorgt. „Auch das kommt den Geräteträgern zugute“, so Sühl.

Wie wichtig die Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen ist, unterstrich Jens Brackert. „In jeder Gemeinde gibt es Kinder, und die sind die Kameraden von morgen.“ Brackert warb für „Jugendfeuerwehr – 112% Zukunft“ und forderte auf, stärker auf die Jugend zuzugehen. Einen Einblick in ihre Arbeit gab für die Jugendfeuerwehr Brokdorf Janine Schuldt. Die sieben Mädchen und 16 Jungs haben 24 Dienstabende absolviert. In St. Margarethen wurden 17 Dienstabende von 13 Jugendlichen abgearbeitet, wie Lars Mohr erzählte. Die Jugendwehr in Wilster ist mit 20 Jungen und zehn Mädchen die stärkste Jugendabteilung im Amt und versah 29 Dienste, wie Nico Köster berichtete.

Amtsvorsteher Helmut Sievers dankte im Namen von Amt und Stadt den Feuerwehrleuten für ihr Engagement. „Die Harmonie zwischen den Wehren wird immer besser, und gemeinsame Übungen fördern die Gemeinschaft.“ Er sei stolz auf das Führungsteam Thorsten Heins und Axel Erdmann sowie auf die ehrenamtliche Arbeit der Wehren. „Bei den letzten beiden Stürmen wurde viel auf dem kurzen Dienstweg gearbeitet – für die Sicherheit in der Region.“

Bernd Pusch, stellvertretender Kreiswehrführer, lobte die Arbeit der Jugendwehren und der aktiven Wehren, die sich gerade bei Sturm „Xaver“ bewährt hätten. „Wir treten in der Öffentlichkeit als eine Wehr auf, arbeiten immer öfter bei Einsätzen zusammen, und das klappt gut“, führte Wilsters Wehrführer Björn Kröger weiter aus. Er nutzte die Versammlung, um persönlich für die jahrelange Zusammenarbeit zu danken, da er im nächsten Jahr bei der Wehrführerwahl nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Ebenso eine „tolle Zusammenarbeit“ bestätigten der neue Leiter der Polizeistation Wilster, Michael Gohr, und seine Stellvertreter Sönke Goos sowie Oberdeichgraf Klaus-Peter Krey, der sich insbesondere von der ehrenamtlichen Arbeit während der jüngsten Orkantiefs beeindruckt zeigte. „Ihr habt euch da die Nächte um die Ohren geschlagen und verdient allen Respekt.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen