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Zu viel Wasser gespart – jetzt steigen die Preise

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eigentlich hätte die Gemeindevertretung Landrecht eine Erhöhung der Abwassergebühr von vier auf 4,89 Euro pro Kubikmeter beschließen müssen, um eine Kostendeckung im Gebührenhaushalt zu erreichen. Die Gemeindevertreter, die unter Vorsitz von Bürgermeister Claus Bracker im Feuerwehrhaus Kasenort zu einer öffentlichen Sitzung zusammengetreten waren, wollten diesen großen Schritt zu Lasten der Bürger nicht gehen und beschlossen einstimmig lediglich eine Erhöhung auf 4,50 Euro. Diese Gebühr wurde auf drei Jahre von 2016 bis 2018 festgeschrieben. Der sparsame Umgang mit Trinkwasser hat es letztlich mit verursacht, dass die Kosten der Abwasserbeseitigung auf eine geringere Menge umgerechnet werden muss. Waren im Jahr 2013 noch 1838 Kubikmeter Wasser in den Bereichen Steindamm und Bischof verbraucht worden, ging die Menge im vergangenen Jahr auf 1467 Kubikmeter zurück.

Nachträglich billigte die Gemeindevertretung eine Eilentscheidung des Bürgermeisters zum Bau einer Löschwasserentnahmestelle am Teich in Stördorf. Die Kosten von 3570 Euro teilen sich die beiden Gemeinden. Sie hatten zuvor bereits einen Bohrbrunnen für rund 5000 Euro beim Gehöft Paeger in Bischof gebaut. Die Kosten für die Saugleitung am Teich konnten gering gehalten werden, weil die Umgebung in Eigenleistung mit Schotter befestigt worden war. „Sonst wäre das noch teurer geworden“, lobte Claus Bracker die Zusammenarbeit von Gemeindevertretern beider Gemeinden.

Einstimmig genehmigte der Gemeinderat Landrecht den Jahresabschluss für 2014. Statt eines ursprünglich kalkulierten Fehlbetrags konnte erfreulicherweise ein Überschuss von fast 16  000 Euro eingefahren werden. Er wurde den Rücklagen zugeführt. Die Gemeindevertreter sind optimistisch, dass auch im Jahr 2016 ein bisher eingeplanter Fehlbetrag von knapp 20  000 Euro wiederum abgewendet werden kann. Schließlich verfügt Landrecht nach wie vor über liquide Geldmittel von rund 420  000 Euro. Außerdem hat die Gemeinde über 200  000 Euro in Wertpapieren der Schleswig-Holstein Netz AG zinsbringend angelegt. Sie erbrachten im vergangenen Jahr gut 2000 Euro an Zinsen. Angesichts dieser Finanzsituation sahen die Gemeindevertreter keine Notwendigkeit für Konsolidierungsmaßnahmen.

So blieben auch die Hebesätze für die Grundsteuer A und B mit 210 Prozent und für die Gewerbesteuer mit 310 Prozent unverändert. Landrecht rechnet mit Erträgen von 153  400 Euro und Aufwendungen von 173  000 Euro. Bei den geplanten Investitionen von 175  400 Euro könnten möglicherweise 160  000 Euro in den Kauf weiterer Wertpapiere zu Buche schlagen. Außerdem plant die Gemeinde einen Lagercontainer für die Feuerwehr (2500 Euro), die Anschaffung des Digitalfunks (5300 Euro), den Kauf von Tischen und Stühlen für das Feuerwehrhaus (2500 Euro), die weitere Umrüstung der Straßenbeleuchtung (3000 Euro) und den Abschluss eines Bausparvertrags (2100 Euro).

Die Hundesteuersatzung wurde zwar redaktionell den gesetzlichen Erfordernissen angepasst, doch blieb die Hundesteuer mit jährlich nur neun Euro für den ersten, zwölf Euro für den zweiten und 24 Euro für jeden weiteren Hund unverändert. Der Hebesatz für gefährliche Hunde wurde auf 180 Euro festgeschrieben. Dazu gehören nicht unbedingt Kampfhunde, sondern jeder Hund, der als bissig aufgefallen ist.

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erstellt am 10.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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