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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 23:41 Uhr

Zu teuer: Ausschreibung aufgehoben

vom

Regenrückhaltebecken kostet 104 000 Euro statt 60 000 Euro

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

Hohenlockstedt | Große Bauprojekte stehen in diesem Jahr noch in Hohenlockstedt an - Neubau Feuerwache Lockstedter Lager, Anbau Feuerwehrgerätehaus Springhoe, Abwassernetz Gleiwitzer Straße und Bau Regenrückhaltebecken Hungriger Wolf - und nicht alles läuft planmäßig.

Ärger bereitet vor allem das Regenrückhaltebecken im Gewerbe- und Freizeitpark Hungriger Wolf. 60 000 Euro waren als Bausumme veranschlagt worden, doch der günstigste Bieter nach der Ausschreibung wollte 104 000 Euro haben. Die Folge: "Wir haben die Ausschreibung aufgehoben", sagte Jens Jessen vom technischen Bauamt des Amtes Kellinghusen in der jüngsten Bauausschusssitzung. Nach einer Überprüfung des Leistungsverzeichnisses solle das Projekt erneut ausgeschrieben werden.

Im Plan ist die Feuerwache Lockstedter Lager an der Ecke Finnische Allee/Leipziger Straße. Der Bauantrag für das eine Million Euro teure Projekt ist gestellt, Jessen rechnet mit der Genehmigung durch das Kreisbauamt Ende September, so dass mit dem Bau im November noch begonnen werden könnte. Die Fertigstellung ist für 2014 vorgesehen.

Der Verwaltungsmitarbeiter geht auch davon aus, das die Arbeiten am Feuerwehrhaus Springhoe - sie werden in Eigenleistung ausgeführt - rechtzeitig fertig werden. Denn dort soll das neue Feuerwehrfahrzeug, das im Herbst kommen soll, untergestellt werden.

Strittig bleibt die Gleiwitzer Straße. Dort hat der Anwohner Marco Kipf - der seit dieser Legislaturperiode als Vertreter der Interessengemeinschaft Hohenlockstedter Bürger (IHB) auch der Gemeindevertretung und dem Bauausschuss angehört - Klage beim Verwaltungsgericht gegen den Anschluss an das zentrale Abwasserbeseitigungskonzept der Gemeinde eingelegt. Laut Jens Jessen laufen die Planung weiter. Anfang September könnte die Ausschreibung erfolgen, die Vergabe würde dann Mitte Oktober stattfinden. Neben dem Anschluss an das Klärwerk für zwölf Anlieger ist unter anderem die Sanierung der Trinkwasserleitung geplant. Geschätzte Kosten: 538 000 Euro.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Theodor Scheit hatte zur Sitzung umfangreiche Fragen zum Projekt erarbeitet, die teilweise wegen der Kurzfristigkeit nicht vollständig beantwortet werden konnten. Dies soll bis zur nächsten Sitzung geschehen.

Eine Bitte von Scheit ließen die Ausschussmitgliedern aber unbeantwortet. Der Fraktionsvorsitzende wollte eine Einschätzung von den Kommunalpolitikern, ob die von ihm aufgeworfenen Fragen geeignet seien, das laufende Verfahren vorläufig auszusetzen. Ob es Kostensteigerungen wie beim Bau des Regenrückhaltebeckens geben wird, konnte auch nicht beantwortet werden.

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