Hohenaspe : Zu Neubau keine Alternative

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In der Gemeindevertretung wird über ein neues Gerätehaus für die Feuerwehr diskutiert. Rund eine Million Euro könnte das Projekt kosten. Aus dem „Altbau“ könnte ein neues Dorfgemeinschaftshaus werden.

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12. November 2013, 05:00 Uhr

Am Gebäude und Standort des Feuerwehrhauses in Hohenapspe hatte die Feuerwehrunfallkasse vor einiger Zeit erhebliche Mängel und nicht Einhaltung vorgeschriebener Standards festgestellt. Grund genug für die Gemeinde daraufhin die Beurteilung von drei Architekten einzuholen. Diese waren unabhängig voneinander zu dem Ergebnis gekommen, dass das bisherige Gebäude nicht entsprechend den Vorgaben der Unfallkasse und der neuen Norm für Feuerwehrhäuser umgerüstet werden könne. Auch seien Anforderungen an die Lage und der Verkehrssituation nicht gegeben. Der Strategieausschuss hatte sich daraufhin mit dem Feuerwehrvorstand und dem Ordnungsamt zusammengesetzt und mögliche Standorte in der Gemeinde analysiert.

„Unabhängig davon, ob der Grunderwerb möglich ist, betont Bürgermeister Hans-Georg Wendrich (Bild) und fügt hinzu, dass nach ersten Schätzungen mit rund eine Million Euro für einen Neubau zu rechnen sei.

Auf der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden nun Beschlüsse zu einem erforderlichen Neubau eines Feuerwehrhauses gefasst. Auf Anfragen von Zuhörern erklärte Bürgermeister Wendrich, dass es leider keine Alternative zu einem Neubau gebe. Auch über eine Nachnutzung könne noch keine Auskunft gegeben werden. „Es muss erst die weitere Planung abgewartet werden“. Dazu gehören jetzt Gespräche über einen möglichen Grunderwerb mit den Eigentümern der potentiell in Frage kommenden Flächen. Des weiteren stand die Nachnutzung der ehemaligen gemeindeeigenen und seit einigen Jahren leerstehenden Gaststätte auf der Tagesordnung. Eine Neuverpachtung sei wegen des baulichen Zustandes des Gebäudes derzeit jedoch nicht möglich.

Ein Gutachten habe nun ergeben, so Bürgermeister Wendrich, dass mit Sanierungskosten von rund 500 000 Euro zu rechnen sei. Auf Beschluss der Gemeindevertretung solle nun geprüft werden, ob das alte Gebäude zumindest als „Dorfhaus“ weiter genutzt werden könne. Schließlich sei es für Hohenaspe doch von großer Bedeutung, einen Saal mit einer Bühne für Veranstaltungen vorzuhalten. Dass diese Aussage bei der Erstellung des Dorfentwicklungsplanes 2012 bereits bekräftigt worden sei, ließ Wendrich nicht unerwähnt.

Die Gemeindevertretung wolle nun an dieser Idee festhalten und eventuelle Möglichkeiten in Rahmen eines neuen EU-Förderprogrammes prüfen. Ein geplanter Abriss werde daher vorerst nicht erfolgen. „Auch hier muss die weitere Planung abgewartet werden.“

Allerdings sei sich die Gemeindevertretung angesichts dieses doch sehr kostenintensiven Vorhaben bewusst, zu prüfen, was möglich sei. Priorität habe aber wegen der Dringlichkeit der Bau eines neuen Feuerwehrhauses“, erklärt der Bürgermeister und fügt hinzu, dass auch ein möglicher Verkauf der ehemaligen Gaststätte zur Zeit nicht im Raume stünde. „Die Gemeinde möchte das Grundstück in der Dorfmitte gern selbst behalten.“

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