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A23 Autobahnbrücke bei Itzehoe : Zu Fuss auf der Autobahn: Hunderte Menschen feiern Eröffnung der 2. Störbrücke

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Die Autobahn-Brücke in Itzehoe ist fertig: Die Arbeiter feierten ihre Arbeit mit einem öffentlichen Brückenfest hoch über der Stör. Aber ohne Autos. Die Gäste mussten alle zu Fuß kommen.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2015 | 16:42 Uhr

Itzehoe | Bratwurstbude, Bierstand und Jazzmusik mitten auf der Autobahn: Wo ab Montag der Verkehr rollen soll, wurde am Samstag in 20 Metern Höhe ein Volksfest gefeiert. Begleitet von einem bunten Programm und vielen hundert Besuchern wurde die Störbrücke bei Itzehoe (Kreis Steinburg) eingeweiht.

Im September 2000 verkündete der CDU-Politiker Dietrich Austermann, dass die alte und schmale Störbrücke bei Itzehoe im Zuge der Autobahn 23 bis 2011 durch zwei neue Brücken ersetzt werden soll.

Im März 2006 gab Austermann mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für den Baubeginn. Zehn Monate später im Januar 2007 starten die Bauarbeiten mit dem ersten Rammschlag. Drei Jahre später wird die Fertigstellung der ersten neuen Autobahnbrücke gefeiert. Die Abrissarbeiten der alten Störbrücke starten im November 2011. April 2014 die Hiobsbotschaft: Die neue Störbrücke ist schon wieder kaputt. Mängel am Farbanstrich und am Rostschutz erfordern einjährige Nachbesserungsarbeiten. Im Oktober 2015 wird die Fertigstellung der zweiten neuen Autobahnbrücke gefeiert. Die Fertigstellung des gesamten A 23-Lückenschlusses ist für Ende Juni 2016 geplant. 

Damit ist der vierspurige Lückenschluss der Autobahn 23 zwischen den Anschlussstellen Itzehoe-Süd und –Nord vollendet. Die alte Störbrücke aus den 1960-er Jahren war dafür nicht breit genug und sorgte deshalb insbesondere während der Tourismus-Saison immer wieder für Staus auf der Hauptroute zur Westküste. „Es war ein Nadelöhr, das lange genervt hat“, sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer, der die Brücke zusammen mit Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, freigab.

Meyer (SPD) sagte außerdem, die Autobahn 23 mit ihrer Verlängerung als B 5 bis an die Grenze zu Dänemark sei die Haupterschließungsachse für die Westküste: „Deshalb sind der Lückenschluss der A 23 bei Itzehoe und der Ersatz der alten Störbrücke ein Projekt von großer Bedeutung für Schleswig-Holstein.“ „Eine moderne und gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist ein Schlüsselelement für Wachstum und Beschäftigung im Land “, ergänzte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann.

 

Im März 2006 war mit den Bauarbeiten begonnen worden. Die marode alte Brücke wurde abgerissen und durch eine Zwillingsbrücke ersetzt, deren erste Hälfte bereits seit 2010 in Betrieb ist. Für den 7,5 Kilometer langen Bauabschnitt hat der Bund 159 Millionen Euro investiert. Die neue Fluss-Querung besteht aus zwei parallel liegenden und jeweils exakt 1161 Meter langen Konstruktionen: 455 Meter Vorland-Brücke im Süden, 586 Meter Vorlandbrücke im Norden und einer 120 Meter langen Stahlkonstruktion dazwischen.

Ab Montag wird der Verkehr zunächst einstreifig für jede Fahrtrichtung fließen, voraussichtlich ab 10. November gilt dann auf zwei Bahnen je Richtung freie Fahrt.

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