Zirkus-Alarm: Coole Projekttage an der Grundschule Wrist

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10. Mai 2015, 12:11 Uhr

Projekttage gehören zum festen Angebot der Grundschule Wrist. Projekttage mit dem Zirkus Quaiser gibt es alle vier Jahre. So kann jedes Kind einmal in der Grundschulzeit im Zirkus auftreten.

Der Zirkus Quaiser ist ein Familienzirkus mit sechs Personen. Er wurde 1886 von Celestin Quaiser gegründet. Damals gab es noch kein Zelt. Die Zirkuswagen wurden im Kreis aufgestellt und dann konnte die Vorführung losgehen. Heute dauert der Zeltaufbau drei Stunden. Bis alles insgesamt fertig ist, benötigen sie einen ganzen Tag.

Früher waren die Zirkusleute in ganz Deutschland unterwegs. Doch das lohnt sich nicht mehr, deshalb bleiben sie im Norden.

Sie haben vier Ponys, vier Ziegen, eine Riesenschlange und eine Würgeschlange. Sie haben auch einen Hund namens Schnitzel. Doch der tritt nicht im Zirkus auf.

Der Zirkus Quaiser arbeitet seit 16 Jahren mit Schulklassen zusammen. Unsere Schule gehört zu den ersten, die das Projekt mitgemacht hat. Die Artisten der Familie treten auch selbst auf. In den Sommerferien sind sie drei Wochen von der Stadt Hamburg engagiert und machen jeden Tag zwei Vorführungen.

Familie Quaiser wohnt zwischen November und März in ihrem Haus in Wrist, sonst lebt sie in einem Wohnwagen. Die beiden inzwischen erwachsenen Söhne gingen in den Wintermonaten wie wir in die Grundschule Wrist. In den anderen Monaten mussten sie jede Woche die Schule wechseln. Sie gingen immer dort zur Schule, wo die Familie mit ihrem Zirkus gerade war.

Familie Quaiser hat am meisten Spaß mit den Kindern in den Schulen. Neue Ideen kommen ihnen von selbst. Sie finden ihr Leben so normal wie wir unser Leben normal finden.

Bei unseren Projekttagen gab es zwei Aufführungen. Unsere Vorstellungen fanden in der Turnhalle statt, weil die Wettervorhersage Windstärke acht gemeldet hatte. Wir durften das Zelt nicht aufbauen, weil das bei Sturm zu gefährlich ist.

Montag hat die eine Hälfte aller Schulkinder mit dem Zirkus für die Abendvorstellung trainiert. Am Dienstag war die andere Hälfte dran. Der Direktor hat die verschiedenen Kunststücke und Rollen erklärt. Wir konnten uns melden und wurden eingeteilt. Dann haben wir geübt. Am Abend bekamen alle Kinder bunte Kostüme. Es waren viele Zuschauer da.

Ian und Nico berichteten: „Im Zirkus haben wir Tellerdrehen geübt. Wir waren mit Kimono, Chinesenhut und Bart verkleidet. Wir mussten einen Teller mit Stab halten. Der Teller drehte sich. Beim Auftritt sollte der Teller auf dem Finger drehen. Das war schwer. Doch es hat geklappt.“

„Ich war im Zirkus bei der Bodenakrobatik und das hat sehr, sehr viel Spaß gemacht“, erzählte Sophie. Leon meinte: „Ich würde es gerne noch einmal machen!“ Lukas war mit seiner Familie da. Seine Eltern fanden ihn sehr gut und es wurde viel fotografiert.

Wer nicht mit dem Zirkusteam trainierte, war in Projekten, die die Lehrer der Schule angeboten haben. Dazu gehörten Kunststücke üben, Einrad fahren, Akrobatik, Zaubertricks, backen, Zebras, Schlangen oder Zirkuswagen basteln, und auch Schulreporter waren unterwegs. Kathy berichtet: „Ich kann jetzt viel besser Einrad fahren!“ Auf die Frage: „Wie haben dir die Projekttage gefallen?“, bekamen wir immer wieder die Antwort: „Die Projekttage waren cool!“

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