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Haushalt : Zinstief lässt Abwassergebühren sinken

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Schenefelder Gemeindevertretung kommt im Etat 2014 ohne Kredite aus. Und: Die Abwasserentsorgung wird günstiger.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 05:12 Uhr

Der Erlass der Haushaltssatzung 2014 stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung der Schenefelder Gemeindevertretung. Dieser Haushalt, so Friedrich Tödt, Vorsitzender des Finanzausschusses, sei ein sehr solider, der keine neuen Kreditaufnahmen für den Verwaltungshaushalt benötige. Für notwendige Investitionen halte man die nötigen finanziellen Mittel bereit, und das solle auch in Zukunft so bleiben.

,,Wir haben auch weiterhin einen hohen Aufwand für Schulen, Kindergarten und Personal zu verzeichnen“, fuhr Tödt in seinen Ausführungen fort. Einen leichten Anstieg habe man mit 1 092 200 Euro bei den Personalausgaben sowie mit 1.053.400 Euro bei den Kosten für den Kindergarten und mit 570 000 Euro bei den Schulkosten zu verzeichnen. Die Kreditzinsen belaufen sich auf 86 900 Euro.

Dafür könne aber bei den Gemeindeanteilen an der Einkommensteuer bei rückläufigen Schlüsselzuweisungen und einer stabilen Entwicklung der Einnahmen aus den Gewebesteuern gerechnet werden.

Wichtig, so Tödt, sei für die Schenefelder Einwohner die Änderung der Gebührenkalkulation im Bereich der Ortsentwässerung. Durch eine günstige Zinsentwicklung konnten die zu zahlenden Kreditzinsen für das Klärwerk von bisher drei auf jetzt 1,98 Prozent und die kalkulatorischen Zinsen von fünf auf die Hälfte gesenkt werden. ,,Diese Tatsache“, so der Finanzexperte, ,,wird ab dem 1. Januar 2014 zu einer merklichen Entlastung der Schenefelder Einwohner führen, da die Abwassergebühr von bisher 4,35 Euro auf jetzt 3,85 Euro pro Kubikmeter gesenkt werden konnte.“

Allerdings wird ab dem 1. April auch in Schenefeld mit der so genannten Niederschlagswassergebühr eine neue Abgabe eingeführt (wir berichteten-d.Red.). Bürgermeister Hans-Heinrich Barnick wies noch einmal darauf hin, dass die Höhe dieser neuen Abgabe von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kommuna errechnet wird. ,,Es sind im Laufe der Jahre große Schäden am Schenefelder Rohrsystem entstanden, die uns in den nächsten zehn Jahren auch in finanzieller Hinsicht sehr beschäftigen werden“, erläuterte Barnick. Um die Schenefelder Einwohner über den genauen Sachverhalt eingehend zu informieren, wird die Gemeinde am 14. Januar zu einer Einwohnerversammlung in das Forum der Schenefelder Schule einladen. Die Einladungen wurden bereits an alle Schenefelder Haushalte verteilt.

Abschließend teilte Tödt mit, dass die durch die Eingemeindung von Siezbüttel in die Gemeinde Schenefeld ausgezahlte Fusionsprämie, auch Hochzeitsprämie genannt, von 30 000 Euro den Rücklagen zugeführt wurden. Der Haushaltsplan 2014 wurde im Verwaltungshaushalt auf 4 602 000 Euro und im Vermögenshaushalt mit 879 000 Euro festgesetzt.

Die Gesamtzahl der ausgewiesenen Stellen beträgt 23,75 Stellen. Die Rücklagen belaufen sich auf 883 431,95 Euro. Der Haushaltplan wurde von der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen. Bürgermeister Barnick sowie von der SPD Gerhard Boll und von der FWS Dunja Pucks bedankten sich bei Friedrich Tödt und bei Kämmerer Hermann Stolzenberg für die Ausarbeitung der umfangreichen Haushaltssatzung.

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